Beiträge von Yam660

    Wie erwähnt sind die Laufzeiten der Motoren extrem unterschiedlich - lässt sich auch hier im Forum nachlesen. Und ja, man kann natürlich fast alles reparieren, gibt auch heute noch Ford-T-Modelle (wurden ab 1908 gebaut, sind inzwischen also weit über 100-jährig), welche auf der Strasse unterwegs sind. Nur - wie viel da investiert wurde um die hübschen Dinger fahrtüchtig zu halten sollte man lieber nicht fragen, das überschreitet um ein mehrfaches des ehemaligen Kaufpreises - von den Abgaswerten wollen wir lieber gar nicht anfangen :loudly_crying_face: .

    Aber auch hier: wer sowas haben will und es bezahlen kann, dem sind die Abgaswerte nun mal völlig Latte, gefahren wird damit sowieso in den wenigsten Fällen (sind eigentlich reine Anlage-Objkete). Bei Motorrädern gibt es sowas eher selben, wobei z.B. eine Kreidler Florett heute einen Preis hat der über dem damaligen Kaufpreis liegt (Mist, hätte das Ding von meinem Grossvater mitnehmen sollen). Auch andere Oldtimer werden zu Sammlerpreisen gehandelt, aber auch hier dürfte ein mehrfaches vom Kaufpreis investiert worden sein bis das so zum Verkauf dasteht. Bis aus einer "alten Gurke" aber mal ein wertvoller Oldtimer wird, braucht es sehr viel Geduld, viel Zuwendung - und (sehr) viel Geld, das lohnt sich halt wirklich nur in sehr seltenen Fällen und wenn man diese Zeit aussitzen kann (zudem braucht man natürlich auch etwas Glück, z.B. kann ein alter T1 VW-Bus locker über 100'000 wert sein, während ein kaum wesentlich jüngerer Toyota High-Ace gerade mal ein 20stel davon kostet.

    Wenn man die einzelnen Ersatzteil-Preise für ein Motorrad zusammenzählt, dann kommt man um ein vielfaches höher als was ein Motorrad neu kostet, weshalb nach einigen Jahren ein neuer Motor samt Einabukosten, Revision vom Fahrwerk und hübsch machen vom Rahmen ein klarer Fall für einen Totalschaden ist. Selbstverständlich ist das ökologisch Blödsinn, aber wenn man für den doppelten Preis ein neues Motorrad samt Werksgarantie und dazu die neusten Regel-Komponenten für Einspritzung und Abgaswerte bzw. ABS erhält, dann sind die wenigsten Bereit das Geld eher in einen Wiederaufbau zu stecken (ausser man ist selber Schrauber und hat einfach Spass daran - ist ja dann auch irgendwie ein Hobbi und das darf durchaus was kosten). Man ist wieder da so man angefangen hat: Där füfer und z'weggli gibt's eben nicht zusammen, es ist entweder oder.

    Damit man das nicht missversteht: mir ist die Umwelt keineswegs egal, ich bin (bzw. war, aktuell eher am PC...was man unschwer erkennt :unamused_face:) oft am/auf dem Meer, in den Bergen oder sonst in der Natur unterwegs und sehe durchaus das Bedürfnis das so lang als möglich zu erhalten, aber dafür in einer ungeheizten Höhle zu wohnen, im Winter mit Korksandalen rumzuaufen oder eben auch nur auf Ferien oder ein Motorrad zu verzichten welches Spass macht, ist dann einfach zu viel verlangt - das muss aber jeder mit sich selber ausmachen und damit klar kommen (ein Arbeitskollege kommt auch bei den aktuellen Temperaturen noch immer mit dem Rennrad zur Arbeit - und das über 30 Kilometer täglich - wenn man es durchziehen will, ist das durchaus machbar).

    Ich glaub wir kommen so nicht weiter, ein "echtes" Motorrad was nichts kostet, nichts braucht und hundert Jahre hält gibt es nicht und wird es nie geben, die Frage ist wo man welche Eingeständnisse machen will. Wie viel das dann in den nächsten 10 Jahren kostet, kann aktuell niemand genau sagen, da sowohl Abgaben wir Spritpreise und Versicherungsprämien Schwanken und je nach Rechtslage unklar ist, was da noch kommen mag - und wie lang man (im Schlimmsten - bzw. je nach Ansicht auch Besten) Fall überhaupt noch Verbrenner fahren darf. Somit bleibt als Tipp: kauf was Dich JETZT glücklich macht und schau dann später ob sich die Erwartungen erfüllen.

    Also - wenn man sich über den ökologischen Fussabdruck sorgen macht, dann ist ein Motorrad wohl nicht das optimale Transportmittel.

    Braucht fast so viel Sprit wie ein Auto (mein Focus Diesel hat 3.5 Liter Diesel gebraucht auf 100 Km, inklusive 4 Personen und Dachbox), hat wesentlich kürzere Service-Intervalle (nicht wie beim Auto gebrauchsabhängig und bis zu 40'000 Kilometer zwischen 2 grossen Service - sondern eher 10'000 und mindestens 1 Ölwechsel pro Jahr) und Reifenverbrauch kann je nach Fahrweise auch deutlich höher liegen (so 5'000 ist sicher machbar, bei einer 125er vermutlich auch das doppelte - aber halt nicht 25-40 tausend wie beim Auto).

    Und ja, gibt natürlich Länder wo Motorräder quasi Haupt-Verkehrsmittel sind (z.B. Thailand oder auch andere asiatische Länder) Hat aber auch damit zu tun, dass man in Städten mit dem Auto quasi gar nicht vorwärts kommt, die Preise für ein Auto im Vergleich für viele schlicht unbezahlbar sind, die meist unter 300ccm liegenden Motoren (oft sind es ja eher Roller) mit wenig Leistung mit wenig Aufwand lange halten und einfach selber zu warten sind. Im Gegensatz zu uns ist es zwar in der Regenzeit sehr nass (da kommt man im Gegenzug zum Auto immerhin mit Schieben durch die Tiefschlamm-Passagen weiter), aber es hat nie Schnee und salzverseuchte Strassen mit allfälligen Rostproblemen gibt es eben auch nicht.

    Kurz: man kann's einfach nicht vergleichen. Während es dort ein (teilweise wirklich preiswertes) Transportmittel ist was oft auch als Taxi verwendet wird, ist es bei uns eben ein Hobbi für Leute welche einfach mal aus der Stadt raus wollen. Bei unseren Strassenverhältnissen ist das Gewicht kein Thema, weshalb man viel Kubik problemlos auf die Strasse bringt (ob's sinnvoll ist ist eine andere Frage - eine Erklärung wieso man gegen 200 PS für 80 Km/h maximal auf Landstrasse haben muss ist doch eher schwierig zu finden) . Zudem, wie selber bemerkt, sind die Preise doch etwas anders, so kostet bei uns eine Honda CRF 300 knapp 6'000 Flocken (die "Rally" mit etwas grösserem Tank einen tausender mehr), die chinesischen Kopien kosten da in Europa knapp 2/3 wie das Original, in China dürfte die Maschine noch um ein wesentliches günstiger sein. Und: das ist eine 1:1 Kopie der Honda, nimmt man eine asiatische Eigenproduktion ohne teure EU-Zulassung dürfte der Preis noch einmal deutlich tiefer liegen.

    Anders gesagt: ausser man freundet sich mit dem ökologischen Fussabdruck an, bleibt eigentlich nur die Wahl sich nach einem E-Motor umzuschauen (wie ökologisch die Akkus sind ist dann eine ganz andere Baustelle, aber auch Bus und Zug fahren nicht mit Luft und Wasser - auch wenn man bei Wasserstoff zumindest im Endverbrauch da schon ganz nah dran wäre). Auch wenn der Kaufpreis etwas hoch erscheint: die Wartungskosten tendieren gegen Null (haben mir diverse Leute bestätigt welche E-Autos fahren) und so lange der Strom aus der Steckdose kommt und der Preis dafür bezahlbar bleibt, ist das auf den Kilometer gerechnet noch immer deutlich günstiger als ein Verbrenner - egal welchen Hubraumes.

    Womit man wieder man am Anfang wäre :grinning_squinting_face: - für 20 Minuten fahren jeden Morgen braucht keiner einen Verbrenner mit teuren Versicherungen, Strassenverkehrsabgaben und (mehr oder weniger) hohen Wartungskosten, da reicht auch ein Elektro-Fahrrad oder eben ein Elektro-Roller. Wenn jeder aber nur das kaufen würde, was er wirklich braucht, sähe die Welt ganz anders aus als sie ist, wenn man Spass dran hat und das Budget hat, kann man sich eben auch was ganz anderes zulegen. Einfach weil man kann - und Lust dazu hat :face_savoring_food:

    Was die "Lebensdauer" angeht, sind extreme Unterschiede möglich. Selbst hier im Forum gibt es Leute welche nach über 100'000 Kilometern im Grunde kaum was anderes als normale Service (natürlich ab und zu neue Reifen, Kettensatz u.ä.) hatten, andere mussten bei 1-Zylindern schon nach kurzer Zeit für teures Geld die Zylinderkopf-Dichtung wechseln lassen.

    Ob ein 125er ohne grosse Investitionen 80'000 Kilometer hält kann ich nicht beurteilen, ich befürchte aber, dass das eher die Ausnahme bleibt. Selbst bei den sonst recht stabilen 640er KTM's waren Laufleistungen von über 50'000 Kilometer die Ausnahme, wer's mit den Service nicht so genau genommen hat (oder Rennen gefahren ist), konnte von Glück reden, wenn 30'000 Kilometer ohne jegliche Probleme gemacht werden konnten. Als wir noch 125er gefahren sind (lang ist's her, waren damals in der Regel auch noch 2-takter) rechnete man mit maximal 20'000 Kilometer, oft waren es nur 10'000, für einen Kolben samt Zylinder hohnen, aber die teilweise gegen 30 PS aus 125 Kubik haben halt auch wirklich Spass gemacht. Die aktuellen 4-Takt Kübel mit 11 Kw (maximal für A1) sind da natürlich deutlich weniger gefordert - und wer die Leistung so belässt, dürfte deutlich länger ohne Zusatzkosten fahren können. Nur ist man eben wieder beim Thema: reichen 11Kw tatsächlich um täglich (und langfristig) Spass zu haben? Besser als ein 50ccm Roller ist es allemal, aber bei den Kosten eines Neufahrzeuges wäre es für mich persönlich doch sehr fraglich ob man sich nebst all den anderen Einschränkungen (seitens Alltagsnutzen) auch noch mit der doch sehr übersichtlichen Leistung langfristig anfreunden kann.

    Als nettes "Spielzeug" um bei schönem Wetter mal nicht in den Bus zu steigen sicher sehr OK, aber eben - bei 5-6 tausend Franken Anschaffungspreis?

    Wenn's wirklich nur dafür taugen soll, dann könnte eventuell eine alte Maschine (gibt schon Fahrzeuge für 500-800 Franken - meist in desolatem Zustand) mit etwas persönlichem Einsatz und einem ambitionierten Mech wieder MFK-tauglich gemacht werden, allerdings muss man dann wieder Abstriche beim Fahrwerk, Bremsen (ABS wohl eher nicht dabei) und eventuell Zulassung (wenn über 11 KW gibt's kein A1) machen. Irgendwie dreht man sich also wieder im Kreis und muss halt erst mal entscheiden wie viel "Wert" einem Motorrad fahren ist.

    Nur nebenbei: unsere aktuelle 2-Zylinder Familien-Gurke (ist nicht bös gemeint, aber nach meinen Custom-Rally-Aufbauten und der seitens Fahrwerk überarbeiteten VTR-SP-1 hat man irgendwie bisschen den Bezug zur Realität verloren) hat A- Zulassung und fährt tadellos. Mit ganz genau 48 PS ist das aber alles andere als Übermotorisiert und vom Fahrwerk (inkl. ABS) muss man keine Wunder erwarten, weniger (Hubraum/Leistung) wäre da doch schwer erträglich - und mit Gepäck oder jemandem auf der Sitzbank ist der Spass dann doch recht schnell nur noch ansatzweise vorhanden. Aber: war halt relativ preiswert, taugt für die A- Prüfung vom Nachwuchs (Sturzbügel haben sich schon mehrfach bewährt) und Sprit- wie Reifenverbrauch sind schwer in Ordnung, auch macht man mit einem vollen Tank locker 400 Kilometer. War halt ein Vernunfts-Entscheid, muss man halt wollen - wobei man wieder am Anfang ist und sich eben erst mal klar werden muss ob man nun Geld für ein 2-Rad investieren will oder nicht. Günstiger als ein Auto ist das schon, aber halt auch deutlich weniger praktisch und wenn man eh ein ÖV-Abo hat, dann dürfte Bus/Zug auf Dauer sogar die preiswertere Alternative sein, zumal man Termine quasi minutengenau planen kann.

    Ältere Motorräder haben durchaus ihren Reiz und müssen keinesfalls schlechter sein als neuere. Ja klar - seitens Abgaswerten (und Verbrauch) muss man Abstriche machen und auch damit klar kommen ab 10-jährlig alle 2 Jahre zur MFK gehen zu müssen (somit sind putzen, Service und eventuell Mechaniker nötig, oft muss man frei nehmen um die Termine wahrnehmen zu können). Wer Einsteiger ist, sollte trotzdem darauf achten, dass ein einigermassen taugliches ABS vorhanden ist - und wie im vorherigen Post beschrieben daran denken, dass die Fahrerausstattung auch bei kleinen Hubräumen sinnvoll (und z.B. bei einer Prüfung sogar vorgeschrieben) ist. Falls die Karre dann nach 2-3 Jahren grössere Probleme macht, kann man sie entsorgen (Reparatur macht meist keinen Sinn weil nicht im Verhältnis zum Wert) und hat nicht allzuviel Geld verloren. Umgekehrt geht natürlich auch: wer neu irgendwo zu Sonder-Bedingungen (ist zwar die Ausnahme, gibt es aber ab und zu) was kauft, hat Werksgarantie und braucht quasi nichts zu investieren - lässt sich 2 Jahre später zu gutem Preis wieder ausschreiben (ob bzw. wie schnell mal es dann verkauft ist eine andere Frage, der Gebrauchtmarkt ist massiv überbesetzt, was rasche Verkäuft schwierig macht).

    Langfristig würde ich nicht davon ausgehen, dass man bei A1 bleibt, wenn man mit einer Neuanschaffung rechnet, dann würde ich mir gut überlegen ob es nicht sinnvoll ist gleich auf A- zu gehen und mir eine gebraucht 35 Kw Maschine holen. Dann 2 Jahre fahren und auf offene Klasse gehen (muss ja nicht gleich 150 PS sein), dann kann man sich aus allem was irgendwo angeboten wird genau das holen auf was man Lust hat. Wer weiss - vielleicht hat man bis da den Geschmack an E-Motorrädern gefunden, könnte für die tägliche Fahrt zur Arbeit gar nicht die schlechteste Variante sein (Ausser Reifen quasi kein Unterhalt - und selbst Strom ist im Verhältnis zum Sprit recht preiswert). Bei den aktuellen Angaben könnt ich mir vorstellen, dass z.B. ein E-Roller gar nicht so schlecht passen könnte - wenn der Platz knapp ausfällt sogar ein Down-Sizing auf ein schnelles Pedalec :winking_face:

    Kosten können, gerade bei voraussichtlich täglichem Einsatz, natürlich zur Entscheidungsfindung beitragen.

    Aber: viel wichtiger ist, wie "Alltagstauglich" ein Motorrad ist. Nicht im Sinn das es halt fährt und wenig kostet, sondern im Sinne vom Nutzwert selber. Man kann z.B. im Gegensatz zu einem Auto maximal eine Person mitnehmen, man muss (gesetzlich vorgeschrieben) einen Helm tragen und sollte der eigenen Gesundheit wegen auf eine vernünftige Fahrerausstattung (im besten Fall hochwertiges Leder, Rückenprotektor und stabile Schuhe mit Knöchelschutz) achten. Da ist ja alles bekannt und kein Problem wenn man zu Hause aufs Motorrad steigt und eine Runde dreht - egal ob die nur eine halbe Stunde oder dann paar Tage dauert (ok, dann kommt eventuell noch Gepäck dazu, was dann wieder ein anderes Thema ist).

    Die Frage welche sich stellen könnte ist, ob man z.B. bei einem Kunden-Besuch mit Motorrad-Klamotten auftauchen kann, wie es aussieht wenn man total verschwitzt im Hochsommer in "stark riechenden" Klamotten im Team-Meeting ist oder auch schon nur wo man sich denn umziehen kann, wenn man von Motorrad-Ausstattung zu Arbeitstauglichen Klamotten wechselt. Ja, es gibt natürlich Firmen wo man Duschen hat und einen eigenen Spint wo man Reserve-Klamotten lagern kann, aber das ist bei weitem nicht Standard.

    Und wie selber erwähnt: so ca. 5 Monate (November bis März) wird Motorradfahren zur Glücksache aufgrund vom Wetter - und/oder gleichzeitig zur Frage was denn an Ausstattung vorhanden ist. Was bei 30° im Sommer passt, ist spätestens ab Oktober wärmetechnisch am Limit, d.h. man sollte sich als "Ganzjahres-Fahrer" darauf einstellen mehr als eine gesamte Ausstattung zu haben (z.B. auch richtig wasserdichte Schuhe - was im Sommer dann wieder nicht so der Hit ist, weil die einfach viel zu warm werden). Umgekehrt ist eben im Hochsommer im Städtestau Leder wieder nicht so prickelnd, hier könnte sich eine leichte (natürlich trotzdem schützende) Sommerausstattung mit Belüftungen lohnen. Anders gesagt: Ganzjahres-Fahrer haben in der Regel ein beachtliches Budget was Ausstattung betrifft, je nach Ansprüchen kann das insgesamt schon mal gegen 5-stellige Beträge ergeben. Ist natürlich die Ausnahme und gibt auch deutlich preiswertere Lösungen, aber gratis sind auch die nicht.

    Weiter sind die Unterhaltskosten nicht mit einem Auto zu vergleichen. Einige Hersteller haben noch heute Wartungsintervalle von 6'000 Kilometer (für Ölwechsel), so alle 12'000 ist dann Ventilspiel-Kontrolle nötig. Wer nicht selber einfache Sachen machen kann (bzw. will), der kommt schnell mal auf den Geschmack mehr als ein Motorrad haben zu wollen, weil eines sowieso dauernd beim Händler steht. Wer dann auch noch das ganze Jahr fährt wird merken, dass Rostschutz bei Motorrädern nicht wo wirklich das grosse Thema ist - das war einfach schlicht nie vorgesehen, dass man auf salzverseuchten Strassen fährt. Heisst, dass alles was nicht hochwertig lackiert, versiegelt oder sonst geschützt ist, in kürzester Zeit zu rosten anfängt, was spätestens bei der MFK zum Problem werden kann (Bremsscheiben oder viele Stellen wo Metall auf Metall liegt, wie Hauptständer lassen sich sowieso nicht schützen, da ist einfach mehr Verschleiss angesagt, wenn man das ganze Jahr fährt). Und dann kommt noch das Thema Reifen: beim Auto kann man mit Winter-Reifen recht entspannt auf schlechten Strassen fahren, beim Motorrad gibt es sowas schon gar nicht. Die Auflagefläche liegt irgendwo im Bereich eines Fingerabdrucks, liegt da schon nur ein gammeliges Blatt am Boden kann es schon kritisch werden.

    Soll ja keinesfalls heissen, dass man nicht das ganze Jahr über fahren kann, gibt viele welche das Gegenteil beweisen (ich war auch oft im Winter unterwegs). Nur ist das halt weder wirklich praktisch - noch preiswert (weil man das ÖV-Abo ja dann sowieso im Voraus löst).

    Motorrad fahren kostet, das ist unbestritten. Wie viel genau kommt nicht nur auf den Kaufpreis und die Kilometer sondern eben auch den Einsatz-Zweck an, bei mir haben z.b. weiche Stollenreifen (für nasses, tiefes Gelände) nicht mal 600 Kilometer gehalten, das wird dann auch bei preiswerteren Reifen schnell mal teuer - und mühsam, wenn man die Reifen nicht selber montieren kann (oder wegen Strasseneinsatz auswuchten lassen muss). Man fährt halt Motorrad weil man Spass daran hat - und dann ist es zwar nicht völlig, aber doch relativ egal ob das nun bisschen mehr oder weniger kostet.

    Kurz: ich würd mir noch einmal genau überlegen ob es, egal wie günstig oder teuer, überhaupt Sinn macht ein Motorrad haben zu sollen. Wenn man eins will, dann muss man das natürlich bezahlten können, womit man ein Budget haben muss. Dann aber einfach nur die günstigste Version zu wählen muss nicht zielführend sein, man will ja vor allem den maximalen Spass haben. Zum Glück definiert das jeder anders, womit man dann eben die Wahl zwischen ganz vielen Möglichkeiten hat.

    Na dann - viel Spass bei der Evaluierung!

    PS: nicht vergessen, dass inzwischen die Führerschein-Prüfung nicht mehr ganz so günstig ist, das sind sicher auch Kosten welche zu berücksichtigen sind.

    Autsch, das Foto sieht ja übel aus.

    Bei der Leistung ist das schwierig zu beurteilen ob das nun am Motor selber (bzw. Vergaser usw.) liegen könnte oder aber irgendwo mechanisch was so schief ist, dass das bremst. Generell ist die Leistung einer Virago ja nicht gerade berauschend, da braucht es nicht so viel damit man meint gar keine Leistung mehr zu haben. Da Vergaser-Motor (und somit trotz der wenigen Kilometer schon älter) würd ich mal da anfangen wo es relativ einfach ist, das ist beim Vergaser und der Synchronisation der beiden Zylinder. Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass hier ein grosses Problem her kommt (die Kiste ist ja problemlos gelaufen, Vergaser-Probleme kommen meist schleichend und nicht von heute auf Morgen), so schliesst man damit eine Fehlerquelle aus. Somit Vergaser abbauen und im Ultraschallbad (mit Reinigungsflüssigkeit) reinigen, dabei kann man auch die Nadel und die Bedüsung überprüfen um sicherzustellen, dass die "original" und nicht verbastelt sind. Vor der Synchronisierung empfiehlt sich eine penible Ventil-Einstellung, sonst wird das nix (die Yamaha hat ja 6000er Wartungs-Intervalle, bei 12'000 ist ein grosser Service fällig Wartungsintervalle Und Schmierdienst - Yamaha virago XV535 Bedienungsanleitung [Seite 40] | ManualsLib

    Nebenbei: gerade im Winter, wenn man den Choke oft benötigt, empfiehlt es sich das Kabel zu prüfen, kommt schon mal vor, dass hier irgendwas "hängt" und dann natürlich das Gemisch nicht mehr passt wenn der Motor mal halbwegs warmgefahren ist. Falls vorhanden (ich hab keine Virago, hatte sonst einige Yamahas welche zu Dauer-Schrauberobjekten wurden) auch prüfen ob der Benzinfilter noch in Ordnung ist, wenn der Durchfluss nicht mehr 100% gewährleistet ist, kann's zu Leistungsabfällen führen.

    Bisschen blöd halt, wenn man die Maschine täglich braucht, ganz so schrauberfreundlich wie ein (Hard-)Enduro ist die nicht und wenn man einen Händler beauftragen muss (z.B. Ventile bzw. Vergaser reinigen) braucht man schnell mal paar Tage Zeit.

    Falls es ein mechanisches Problem wäre (da sind die Yamahas aber in der Regel zäh), dann könnte wegen dem Anlasser-Freilaufproblem eventuell ein Kurbenwellen-Lager Schaden genommen haben, macht sich aber meist bemerkbar indem Motoröl durchs Gehäuse drückt. Getriebe selber glaub ich eher nicht, ich würde da wirklich erst mal alles andere ausschliessen bevor man den Motor gänzlich zerlegt (was nicht nur kostet sondern auch einiges an Zeit braucht).

    Wenn man schon am Prüfen ist: auch eine hängende Bremse (würde man beim Hinterrad bemerken wenn sich das Hinterrad nicht "frei" drehen lässt im Leerlauf - sehen tut man hier ja wegen der Trommelbremse von aussen nichts) bringt Fahrschwächen, Vorne merkt man es meist weil die Bremse Geräusche macht.

    Sollten nur paar Ideen sein, immer schwierig zu sagen ob's nur ne Kleinigkeit ist oder eben was grösseres kaputt sein könnte. Zudem: bei den aktuellen Temperaturen kann ein Vergaser schon mal etwas Mühe bekunden, da sind Einspritzer mit Luftmengen-/Temperatur bzw. Lambada-Messungen halt einfach im Vorteil. Also nicht verzweifeln - vielleicht läuft die Kiste ja in paar Monaten von selber wieder Tip-Top :smiling_face_with_sunglasses:

    Nur um Missverständnisse zu vermeiden: die Scheibe selber ist sehr langlebig und hat einen minimalen Verschleiss im Alltag (wer Rennstrecke fährt, braucht natürlich mehr, aber da ist der Verschleiss sowieso zig mal grösser als im Strassenverkehr). Im Schnitt dürften die Bremsbeläge etwa 1/3 so lange halten wie eine Scheibe, davon ausgehend das die Beläge so 20-25 tausend halten, wird eine Scheibe locker 60-80 tausend halten. Wenn man so 5-8 tausend pro Jahr fährt, sind das also 8-10 Jahre, da sind andere Bauteile auch schon an der Verschleiss Grenze angekommen.

    Statt sich Gedanken über ein paar Zehntel mm Bremsscheiben Dicke im Neuzustand zu machen, lieber regelmässig die Bremsbeläge tauschen und vor allem auf passende Paarung achten.

    Bei mir waren die Scheiben vorne nie gross ein Thema bei Strassenmaschinen, bei den Enduros war eher Rost ein Problem (nass, Sand, Steinschlag, auch mal ein Stein auf einem Single Trail der die Scheibe zerkratzt - zudem sind die kleinen Single Scheiben halt eh nicht gerade überdimensioniert, kosten aber auch nicht viel, wenn man sie mal tauschen muss - das wird dann bei Sport Maschinen mit 2 fetten Scheiben richtig teuer, dafür halten die im Alltag auch viel länger als das um Durchschnitt der Fall ist).

    Letzten Endes kommt es auch auf die Fahrweise an, wer sportlich fährt und viel bremsen muss, braucht einfach mehr Belag und Scheibe. Bei extrem kurzer Lebensdauer sollte man vielleicht mal die Fahrweise überdenken und einen Blick auf den Bussgeld Katalog werfen :winking_face:

    HONDA CMX 500 Rebel Kaufen (motoscout24.ch) CHF 8'590.-

    Bzw. CHF 8'100.- mit Swiss-Bonus (aber ohne Ablieferungs-Pauschale): HONDA CMX 500 Rebel - Meier Motos

    Honda CMX 500 Rebel S-Edition ABS MJ25 * NEU * 0 KM * as Chopper/Cruiser in Düsseldorf (mobile.de) EUR 7'740.-

    Somit ja, die DE-Version ist preiswerter - aber keine 25%. Leider hat Honda Schweiz immer etwas komische Katalog-Preise (war schon immer so), dafür geben die Händler Rabatt bzw. gibt es oft Sonderangebote.

    Wenn der DE-Händler noch was machen kann Honda CMX 500 Rebel *Sommer Kampagne bis 31.08.24* as Chopper/Cruiser in Sassenberg (mobile.de) (die Sonder-Aktion lag bei 6'590 Euro!) dann sieht das natürlich wieder anders aus. Man sieht bei diesen "Aktionspreisen" auch, dass Honda Schweiz einfach sehr teuer ist, Ob sich allenfalls direkt beim (CH-)Händler noch was machen liesse muss man individuell klären, ist vermutlich einfacher über Zuehör noch was rauszuholen als über den Preis selber bei welchem die Vertragshändler nicht viel Spielraum haben.

    Kannst Du uns verraten welcher Händler auf welchem Modell 25% Rabatt auf den offiziellen Verkaufspreisen gibt - bzw. die Listenpreise in der Schweiz trotz tieferer Mwst satte 25% höher sind? (zugegeben: Listenpreise bezahlt wohl niemand, aber irgend einen Vergleich muss man halt haben)

    Könnte vermutlich den einen oder anderen im Forum auch interessieren :winking_face:

    30% Differenz sieht mir irgendwie nach Rechenfehler aus.

    Seitens Mehrwertsteuer ist die Differenz 10.9% (19% DE, 8.1% CH), wobei für die Verzollung der Wert inklusive allem Zubehör, Versicherung und Transport massgebend ist.

    Dazu eben Transportkosten, Zulassung in DE, Verzollungsgebühren für CH (inkl. Prüfbericht 13.20) und Prüfgebühren in der Schweiz. Selbst wenn man seitens Nettopreis mit dem aktuell recht tiefen Euro noch bisschen was rausholt - 30% scheinen mir da doch etwas gar hoch gegriffen.

    Kann natürlich sein, dass es irgendwo ein Super-Sonderangebot von einem Händler gibt der noch mal 10-15% unter den CH-Preisen liegt oder der Händler Zubehör als Zugabe verbaut - ich kann da nur empfehlen den Händler gründlich zu prüfen damit man nicht am Ende die Kohle los ist, aber gar kein Fahrzeug in der Garage steht. Betrug beim Autokauf und -verkauf: Vorsicht vor diesen Tricks (adac.de).

    Soll keineswegs davon abhalten selber einen Import zu organisieren (vor allem wenn der Händler sich dafür anbietet), bloss eben vorher alles ganz genau prüfen damit das am Ende nicht ein teurer Reinfall wird oder wegen irgend einem fehlenden Papier das Motorrad in der Schweiz nicht zugelassen werden kann.

    Dachte nur an problemlose Zulassung, will sicher keinen überzeugen auf was zu verzichten was ihm gefällt :smiling_face_with_smiling_eyes:. Wenn nicht OEM Parts deutlich preiswerter ist, dann kann das ein Argument sein, scheint aber hier nicht der Fall zu sein.

    Da es Wave Scheiben mit CH Papieren gibt, kann man natürlich auch die nehmen, nur muss man dann halt in der Schweiz kaufen und allenfalls mit einer Nachprüfung bei der MFK rechnen - was auch nicht unbedingt jeder haben muss.

    Die Infos sind ja jetzt da, am Fragesteller zu entscheiden was er damit macht :winking_face_with_tongue:

    Honda verbaut in der Regel Bremsscheiben welche vernünftig bremsen und auch lange halten - und (je nachdem wo man sie bezieht) auch preislich ganz attraktiv sind. Ich vermute mal, dass hier Brembo verbaut wurde, rein seitens Qualität gibt es daran wohl kaum was auszusetzen und Original gibt natürlich auch kein Stress mit Zulassungen. Ja, es gibt optisch sicher nettere Sachen, aber mal echt - spielt das bei einem Roller irgendwie eine Rolle? Bei einem Preis von 90-95 Franken pro Scheibe (im Ausland vermutlich noch paar Franken preiswerter) lohnt es sich doch nicht sich einen Kopf zu machen über irgend welche Nachrüstteile. Einfach neu bestellen (vielleicht sogar über den lokalen Honda-Händler) und gut ist.

    Ach so: die Scheiben sind ja nicht nur einfach runter weil sie vom Regen nass wurden, lohnt sich gleichzeitig auch noch neue, passende Bremsbeläge zu bestellen.

    Und wenn die Kiste tatsächlich 20 jährig oder älter ist, könnte es sich auch lohnen gleich neue Befestigungsschrauben zu ordern, die aktuell verbauten dürften optisch auch nicht mehr eben ein Highlight sein. Scheiben selber zu montieren ist keine grosse Sache, allerdings sollte man passendes Werkzeug (am Besten auch Drehmomentschlüssel) haben, kann mit den Jahren auch sein, dass man die Schrauben nur noch brachialer Gewaltanwendung losbekommt (ich musste mal ein Rad zum Händler bringen damit er mit dem Schwessgerät ran geht, die Schrauben waren dermassen festgesetzt, dass man die nicht mal mit grossen Hebelverlängerungen aufbekommen hat). Und je gröber, desto heikler wird es mit den Felgen, also aufpassen, dass man sich am Ende nicht noch die ganze Felge oder eine auf der anderen Seite bereits neu montierte Scheibe ruiniert.

    Wenn die Räder eh schon runter sind, auch kurz mal einen Blick auf den Antriebsriemen werfen, den gleichzeitig zu tauschen würde bisschen Schrauberzeit sparen.

    Wenn man unbedingt was anderes als Original haben will, dann halt schauen, dass die mit passenden Papieren geliefert werden, Bezug über CH-Importeur (bzw. mit CH-Papieren vom Händler) lohnt sich, bei Bremsen ist da nicht zu Spassen (man tut sich auch selber einen Gefallen, wenn das Zeug nicht irgend ein Billig-Fake China-Gerümpel ist was bei der ersten Vollbremsung auseinanderfliegt). Falls die reine Bremsleistung ein Thema ist: gut Bremsbeläge, eventuell Stahlflex-Bremsleitungen und natürlich regelmässiges Wechseln von Bremsflüssigkeit (samt Entlüften) kann hier helfen, aber Wunder darf man halt nicht erwarten von den doch eher klein dimensionierten Scheiben. Ist ja auch keine Rennmaschine, da reicht das volkommen aus.

    Die Hersteller haben sich schon was überlegt, als sie die Töpfe konstruiert haben. Da wo eine spannungsfreie Montage möglich ist, kann eine Schnelle verbaut werden, da wo das Material etwas Spiel haben soll um sich ein klein wenig ausdehnen zu können, kann auch eine (bzw mehrere) Federn reichen. Auch kann eine Halterung mit Federn meist einfacher gelöst werden - vor allem bei Töpfen die nicht Wartungs frei sind (das kann sich mit einer Schelle schon mal richtig festbrennen.

    Das System zu wechseln dürfte nicht so einfach sein, denn mit einer Schelle muss das äussere Rohr ja eine Lücke haben welche man zuziehen kann - und für Federn braucht es Aufnahmen welche wirklich halten. Wenn man umbauen möchte, müsste man also einen Schlitz Sägen oder Halterungen anschweissen - beides dürfte bei der MFK nicht gern gesehen werden (sofern technisch überhaupt machbar - das Rohr muss ja eine Legierung haben welche sich zusammenziehen lässt ohne zu reissen - bzw das Material Schweissarbeiten zulassen ohne das es gleich ein Loch gibt).

    Anders gesagt: möglich ist vieles, aber sinnvoll dürfte das kaum sein an Auspuff Anlagen rumzubasteln, insbesondere wenn das legal bleiben soll.

    Willkommen bei den Motorrad-verrückten :smiling_face_with_smiling_eyes:

    Das es diverse Meinungen zum Thema perfektes Einsteiger-Motorrad gibt, hast Du sicher schon gesehen, das ist halt sowas wie eine Weltanschauung - jeder hat dazu eine Meinung und falsch gibt es im Grunde nicht. Bei den einen passt halt ein ladenneues Fahrzeug mit für Einsteiger konformer Leistung, andere kaufen sich lieber was richtig altes und bauen dann noch eine Drosselung ein (ist dann halt meist 24 Kw statt 35 Kw, ist aber im Grunde auch egal und reicht auch so locker um den Ausweis schneller loszuwerden als was man gebraucht hat den zu erwerben). Ist natürlich auch eine Preisfrage - die neusten Modelle sind halt technisch auf dem aktuellsten Stand, bei alten Maschinen muss man schon mal auf ABS verzichten oder sich mit den Tücken eines Vergasers (statt moderner Einspritzung) auseinandersetzen. Ist ja nicht so, dass das nicht geht, früher gab's ja gar nichts anderes.

    Ich würde wirklich jedem empfehlen, egal welche Maschine er sich als erstes zulegt, zu schauen was es für Möglichkeiten gibt die Maschine vor Umfaller zu schützen. Unsere CB500F ist leider schon paar mal am Boden gelegen (auch im Stand schon umgefallen), ein Original-Blinker von Honda kostet da schon mal CHF 120.-. Natürlich schützt ein Sturzbügel nicht unbedingt vor einem kaputten Blinker, aber wenn z.B. der Kupplungsdeckel was abbekommt, dann kann das für eine ältere gebrauchte Maschine einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten, da lohnen sich die gut 200.- für einen vernünftigen Sturzbügel dann rasch mal (Lenker haben wir trotzdem schon den 3. drauf :persevering_face: - die Dinger scheinen bei Honda bei den Einsteigermodellen nicht grad von der stabilsten Sorte zu sein).

    Das Motorrad total mit Schützern "verbauen" bringt aber auch nicht wirklich viel, ich würde hier eher darauf achten, dass es Sachen sind welche im Alltag was nützen. Ein Hauptständer ist da z.B. eine sinnvollere Investition als ein Nachrüst-Schalldämpfer, wer von Kettenpflege nicht viel hält, kann den Händler auch mal nach einem automatischen Kettenöler fragen (nebenbei: weder Sturzbügel noch Kettenöler brauchen spezielle Bescheinigungen, das ist einfach Zubehör). Immer nett sind auch Gepäcksysteme (oder zumindest ein vernünftig dimensionierter Heckträger), wer nur ums Haus und nicht in die Ferien fährt, braucht sowas natürlich nicht.

    Zum Thema Komfort gibt es immer eine riesige Auswahl (einiges schon von Honda selber, vieles auch von Zubehör-Spezialisten). Immer gern auf der Aufpreis-Liste, vor allem für Ganzjahres-Faher, sind Heizgriffe, je nach Helm und Touren-Ambitionen sind auch andere Sitzbänke oder eben Windschutz ein Thema. Hier lohnt es sich mal die Foren durchzulesen oder gar selber zu testen, denn je nach Körpergrösse und Helm können z.B. Nachrüst-Windschutzscheiben sehr unangenehme Windgeräusche verursachen welche viel nerviger sind als gar kein Windschutz. Scheiben sind, das nur so nebenbei, nur mit den passenden Papieren zugelassen (hat wohl mit Unfallschutz zu tun). Meist kann solches Zubehör recht einfach montiert werden, vor allem bei den bekannteren Marken ist auch die Passgenauigkeit einigermassen gegeben (so ganz 100% passt es aber dann doch meist nicht auf Anhieb, aber mit bisschen drücken und ziehen geht's dann doch).

    Nur ganz kurz zur Abrundung: Kauf vom Motorrad (plus allfällige Zusatzteile) ist eines, aber man sollte auch die Kosten für die persönliche Ausrüstung nicht unterschätzen. Helm, Jacke, Hose, Schuhe, Handschuhe und falls möglich noch ein Regenkombi können je nach Vorlieben die Kosten in ungeahnte Höhen schnellen lassen, dazu kommen ja noch die unumgänglichen Kosten für den Führerschein selber (inklusive den obligatorischen Kursen), so kurz mal mit der Portokasse lässt sich das nur bei wenigen finanzieren. Sprit selber brauchen die neuen Einsteigermaschinen ja eher wenig (bei 500ccm ist man schon unter 4 Liter auf 100 Km mit dabei - und das bei "normaler" Fahrweise), aber regelmässige Service und Reifen sind mittlerweile doch ein Budget-Posten der schon mal für Bauchweh sorgt, wenn man die Rechnung vom Händler erhält. Das erklärt dann eben auch, wieso eine (natürlich gut erhaltene, ABS ist meines Erachtens heutzutage ein Muss) Gebrauchte keine schlechte Wahl ist, da kann man auch problemlos zu einer "freien" Werkstatt gehen welche teilweise merklich unter den Ansätzen der Markenvertretungen liegt im Stundensatz.

    Heisst ja nicht, dass man nicht neu kaufen soll - vor allem in den letzten Jahren haben die Fahrwerke deutlich zugelegt und Werksgarantie ist auch nicht zu verachten. Teilweise ist neu gar nicht mehr so viel teurer als Gebraucht (wenn z.B. noch ein neuer Kettensatz, neue Reifen und ein grosser Service sein müssen) ist man schnell mal gegen 2'000 los bis das Teil MFK-tauglich dasteht - und nach 10 Jahren muss man alle 2 Jahre zur MFK während man bei einer Neumaschine erst mal für 5 Jahre Ruhe hat. Wie erwähnt: alles hat Vor- und Nachteile, es muss halt für jeden persönlich passen.

    Na dann - viel Spass beim raussuchen der passenden Maschine

    und auf eine unfallfreie Saison 2025 (nebenbei: aktuell kann man sich wohl nicht mehr für Prüfungen anmelden wegen Winterpause, geht wohl so gegen Ostern nächstes Jahr wieder los). Und Theorieprüfungen sind auch gut ausgebucht, wer für den L erst noch die Theorie machen muss, sollte sich erst mal darum kümmern.

    Wenn ich mich recht erinnere, wurden die SC28 nach CH-Normen zugelassen, somit nur stark gedrosselt (mit 48 Kw) zulassungsfähig

    SC28 mit 48kw - SC28 - Fireblade-Forum

    Die Leovince-Töpfe (natürlich auch andere) welche nach EG-Richtlinie zugelassen sind, wurden mit den EU-Modellen (126 PS) geprüft wo ja nicht nur die Leistung sondern auch Abgaswerte und Lärmnormen deutlich abweichen. Ist ähnlich vergleichbar mit Maschinen mit Einsteiger-Drosselungen wo man nicht jeden Topf dran montieren kann der für das offene Modell zugelassen ist - nur weil eben die Tests dafür nicht gemacht wurden. Ob die Werte dann eingehalten würden (meist wird ja Mehrleistung versprochen, was eben bei Einsteiger-Leistungen gar nicht geht) ist natürlich eine andere Frage, aber ohne umfangreiche Tests und Bescheinigung gibt es da halt nichts zu diskutieren. Möglich wäre vermutlich eine Einzelabnahme, aber die Kosten sind enorm und lohnen sich wohl nur für Maschinen welche einen Neuwert im 6-stelligen Bereich haben.

    Kurz: mit einer Maschine mit CH-Typenschein und "alter" CH-Zulassung welcher nicht den EU-Normen entspricht, kannst Du mit E-Nummern schlicht nichts anfangen.

    Hatte das selbe Problem mit meiner 750er Afrika Twin, da gehen nur (inzwischen selten gewordene) Töpfe mit CH-Nummern welche zu Preisen gehandelt werden die einfach nur abstrus sind.

    Ob's für die alte Fireblade nach CH-Norm zugelassene Töpfe gibt kann ich nicht sagen, ich würde mich da mal im Fireblade-Forum umhören, da müsste es ja auch den einen oder anderen Schweizer geben der sich mit dem Problem schon befassen musste.

    Wenn der Beschlag innen ist, dann würde ich mir mal Gedanken um das Motoröl machen. Weisse Verfärbung heisst das irgendwo Feuchtigkeit bzw Wasser sich mit dem Öl vermischt - und Wasser ist eher wenig für Schmierung geeignet.

    Wenn das Öl OK ist (quasi farblos bis leicht bräunlich - müsste man auch am ömessstab sehen) weiss ich auch nicht weiter. Falls Öl nicht OK, sofort tauschen (inkl. Filter).