Beiträge von Yam660

    Würd mich nicht erstaunen, wenn die Batterie schlicht platt ist. Bei meiner (ehemaligen) ST1100 hat beim Starten das Licht zwar auch etwas geschwächelt, aber nicht so stark, dass es quasi ausgegangen wäre. Könnte ja sein, dass gerade mal genug Saft drin war um 1x zu starten, da nach kurzer Fahrt noch gar nichts vernünftig geladen werden konnte, da reichte es (bei den Temperaturen) schlicht nicht um quasi 2x nacheinander zu starten.

    Eventuell waren dann noch irgendwelche Zusatzverbraucher dran welche sich beim Abhängen der Batterie dann mal ganz ausgeschalten haben, hat eventuell schon gereicht damit gerade mal so viel Strom vorrätig war um wieder zu starten.

    Weiss nicht was die ST1300 für einen Regler hat, bei der 750er Afrika Twin waren die Originale leider Dauerbaustellen welche öfters mal abgeraucht sind (ärgerlich, da man mit der Kite ja oft in Gegenden unterwegs war wo man nicht grad an jeder Ecke Ersatz bekommt). Somit mal in den Foren stöbern ob das ein Thema sein könnte, Batterie ordentlich durchmessen und Kabel prüfen - auch wenn's selten vorkommt, kennt man es ja von der KTM (hatten mehrere 640er), dass auf Dauer da irgendwo was kaputtgerüttelt wird, wenn's nicht ganze Schrauben sind welche sich gleich in die Pampa verdrücken. Wenn die Lade-Ströme zur Batterie OK sind, kann's auch einfach an der Batterie liegen, entweder einfach zu alt, inwändig irgendwo beschädigt oder die Klemmen vergammelt was zu schlechtem Kontakt führen kann. Hatte bei mir wenig Probleme mit Elektrik bei den Hondas, trotzdem sahen gerade die Batterie-Anschlüsse manchmal etwas verbastelt aus (hatte auch selten neue Fahrzeuge, da wurde vorher schon einiges dran rumgebastelt von den Vorbesitzern), hier waren schon mal Glas-Sicherungen verbaucht welche man vorsorglich mal wechseln sollte (wobei es an dem kaum liegen dürfte, wenn die futsch ist, gibt's keine Spontanheilungen - aber eben auch selten Ersatz bei Tankstellen).

    Killschalter waren an meinen Hondas eigentlich nie ein Thema, selbst KTM hat ja irgendwann mal eingesehen, dass man hier japanische Komponenten verbauen muss, damit das mal funktioniert. Seitenständer-Schalter kann mal sein, hier nicht nur den Schalter prüfen der unterbricht, sondern auch die Leitungen zum Schalter (sind gerade im Winter dem Salz ziemlich ausgeliefert - irgendwann gammelt alles mal).

    Gemäss TCS muss der CH-Kleber waagerecht montiert werden - zu befürchten, dass genau genommen die M-Lösung leider nicht taugt Der CH-Kleber ist im Ausland obligatorisch - TCS Schweiz

    Und er ganze CH-Kleber-Stress gibt's ja auch nur weil auf den CH-Nummernschilder eben nicht die Buchstaben CH sondern das Kreuz (bzw. das Kantons-Wappen) aufgedruckt ist, was gemäss Wiener Abkommen international nicht gültig ist Ist der CH-Kleber am Auto obligatorisch? - 20 Minuten

    Könnte man seit Jahrzehnten lösen indem man (wie in der EU) vor der Nummer untereinander das CH-Wappen und die CH-Buchstaben aufführen würde - auf der Nummer ist ja das Kantons-Kürzel sowieso schon drauf womit das Wappen ohne jegliche Einschränkung entfallen könnte. Aber eben: Kantönligeist - ausbaden muss es jeder der halt mal ins Ausland fährt (besonders schräg ist ja, dass das Länder-Kürzel auf dem Nummernschild im Vergleich zum unsäglich riesigen ovalen Kleber Mini-Abmasse hat - und trotzdem überall in der EU so akzeptiert wird). Mit dem Motorrad hatte ich bisher auch noch keinen Stress (wenn, dann war so ein Mini-CH-Kleber drauf), aber Italien zieht das allgemein durch und kassiert für alles wo es eine Möglichkeit dafür gibt.

    Geht mit 35 kW, gibt es so auch als Werksasführung

    Z800 2016
    Kawasaki Z800: Das Naked Bike der Mittelklasse mit K.O-Punch. Kawasakis hervorragende Reputation und Top-Verkäufe im Naked-Bike-/Streefighter-Segment sind…
    www.kawasaki.ch


    Seitens Kosten bitte Händler bemühen, ich glaub da ist ein neues Steuergerät fällig was nicht grad günstig ist - bin aber nicht sicher (gibt viele Varianten und teilweise noch Baujahr abhängig).

    Darauf achten das wenig bis keine Zubehörteile verbaut sind, insbesondere Auspuff kann da zu Problemen führen weil die oft nicht für gedrosselte Varianten freigegeben sind.

    Hmm - bin mir nicht so sicher ob das Töff-Forum für solche Fragen die richtige Adresse ist....

    Bei meinem "Schweden-Ofen" dürfte das irgendwo um 400 Grad werden wenn nicht sogar noch etwas mehr, da braucht man schon Spezialglas damit das die dauernden Belastungen aushält. Beim Cheminee mit einer Glas-Wand welche nur vor Funkenflug schützen soll dürfte es einiges weniger sein, manchmal wird da ja auch nur ein feinmaschiges Gitter im unteren Bereich verwendet damit keine Kohle auf den Fussboden fällt (war bei mir jedenfalls so als ich im Waadtland gewohnt habe).

    Schätze somit, dass es stark darauf ankommt was man da genau haben will - beim Bau eines Outdoor-Ofens (mit einem Metall-Fass und mit Steinen ummantelt) hatten wir irre Temperaturen erreicht, offenbar kommt man da schon mal auf 600-800 Grad wenn die Luftzufuhr passt. Aber da haben wir auch einen halben Wald abgeholzt um einzufeuern - das durfte man damals im Militär noch machen :smirking_face: (wollten damit eigentlich Brot backen, war unmöglich - egal wir kurz man den Teig drin hatte, waren das nur noch verkohlte Steine).

    Als Faustregel kann man sagen, dass 1 Zahn vorne etwa 3 Zähne hinten entspricht, wenn vorne Original sehr kleine Ritzel verbaut werden, dann eher etwas mehr.

    Wenn Du vorne ein 13er hast, dann als erstes mal auf 14er wechseln und schauen ob das reicht (tut es in der Regel nicht, wenn man wirklich deutlich einen Unterschied merken will). Ist preiswert und kann innert paar Minuten erledigt werden. Ob 15er passt kann ich nicht sagen - 2 Zähne vorne sind dann aber auch schon sehr viel (2 auf 13 sind gut 15% länger übersetzt).

    ich würde immer erst mit dem Ritzel anfangen, da man hier je nach Einsatz eben auch kurz mal wechseln kann - hinten haben Sportfahrer in der Regel einen zweiten Radsatz mit entsprechender Übersetzung dabei - macht keinen Sinn den ganzen Kram zu demontieren nur weil man mal einen Kettenkranz fahren will.

    Wenn vorne bleiben soll, würd ich hinten so um die 4-5 Zähne anpassen - oder dann (bei der EXC mit 17" Eintragung möglich) sogar auf einen 17" Radsatz wechseln womit noch ganz andere Übersetzungen nötig sind.

    Ob die legale Leistung mit der längeren Übersetzung fertig wird ist dann eine andere Frage, da muss auch die Power stimmen, wenn man die potenziell höhere Geschwindigkeit erreichen will - und der Verlust an Drehmoment (kurz mal ein Wheeli nur mit bisschen mehr Gas) muss man dann halt mit eigenem Kraftaufwand und Drehzahl ausgelichen. Auf der Strasse vermutlich nicht so das Thema, aber im Gelände ist das dann eklig, wenn das Vorderrad an einem Hindernis hängen bleibt weils nicht schnell genug hoch kommt (deshalb fahren viele im Gelände dann eben auch noch kürzere Übersetzungen als Original, auch wenn's auf Verbindungs-Etappen dann ätzend wird mit den hohen Drezhalen).

    Leider sieht das Strassenverkehrsamt das ziemlich eng.

    OK, dann muss man sich halt schon vor dem Bestellen vom L-Ausweis bzw. beim Auswählen des Prüfungstermins Gedanken darüber machen wann man die nötigen Kurse besucht. Man hat ja immerhin ein ganzes Jahr Zeit den knapp 1-tägigen Kurs zu absolvieren (ist ja keine Prüfung, man muss nur dort sein), das müsste sich ja eigentlich schon organisieren lassen.

    Aber Theorien wie man es hätte besser machen können nützen hier ja nichts, wenn die MFK keine Hilfestellung bietet, dann wird's schwierig. Interessieren würde dann (für allfällige Nachahmer) wie das denn weiter geht, also was man denn nun alles neu beantragen bzw. machen muss, damit man dann doch mal den unbeschränkten Ausweis bekommt.

    Das Problem ist ja, dass es für Motorräder gar keinen WAB Kurs mehr gibt bis im Frühjahr - und wenn der Ausweis ausgelaufen ist, bringt auch eine Tagesbewilligung nichts mehr.

    Ich würde einfach mal die MFK fragen, ich glaub die sehen das nicht so eng und geben durchaus noch etwas mehr Zeit. Fahren kann man ja in der Regel in der Zeit ohnehin nur selten, die Busse für den fehlenden Kurs würde sonst 300 betragen.

    Mein Sohn hat da ein anderes Problem - hat alle Kurse (inkl. Auto Prüfung), aber die Motorrad Prüfung 2x versaut. Nun ist der Ausweis abgelaufen und er muss alles (offenbar inkl Nothelfer, WAB Kurs und auferlegter Fahrstunden beim Fahrlehrer) neu machen. Irgendwie ist das Zeitmanagement bei einigen noch nicht so ausgereift, das wird dann halt echt teuer (allein der WAB Kurs hatte 600 gekostet, mit dem Geld lässt sich für einen Schüler / Studenten auch sinnvolleres anstellen).

    Allrounder die einfach jedem zu empfehlen sind.

    Noch vor kurzem waren das die klassischen 4-Zylinder Reihen-Motoren um 600ccm. Eine Suzuki Bandit, Honda Hornet oder auch Suzuki SV (V2-Motor) sind einfache, bezahlbare Maschinen ohne teuren Schnick-Schnack, vernünftigem Spritverbrauch, vertretbaren Wartungsintervallen und in der Regel relativ prolemlos zu Drosseln, wenn man Einsteier-Variante Fahren muss. Wer es sportlicher haben will, bekommt diese Motoren auch in Sport- bzw. Sport-Toureren (wie der CBR600), bezahlt hier aber teilweise deutlich Aufpreis weil die Motoren die volle Leistung bringen (könnten - wenn man offen Fahren dürfte) und die Verschalungen nun mal zusätzlich kosten. Bei Honda (Marke bietet sich an, weil die Motren eben in diversen Modellen verbaut werden) gibt es die neuen 500er Motoren auch in Roadstern oder "Enduros" (so richtig Gelände ist das nicht, aber halt etwas höher, mit etwas grösseren Tanks und Windschutz), so findet jeder etwas was seinem Geschmack entspricht.

    Die älteren 4-Zylinder sind keineswegs schlechter geworden....aber neu gibt es nun mal extra für Einsteiger konzipierte Maschinen (z.B. CB 500 F oder die 390er KTM) welche genau die Leistung bringen welche erlaubt ist. Und weil die problemlos mit 2-Zylinder (etwas weniger Verbrauch als 4-Zylinder) oder 1-Zylinder (vor allem leichter) zu erreichen sind und die Maschinen noch etwas einfacher aufgebaut werden können, sind auch die Preise noch einmal etwas tiefer. Ob man da jetzt Yamaha, Kawasaki oder sonst was nimmt, ist im Grunde ziemlich egal, das sind Einsteiger-Modelle welche eben genau für das taugen. Emotionen sind da eher weniger vorhanden, dafür kostet das Ding keinen 5-stelligen Betrag und frisst einem beim Unterhalt nicht die Boardkasse leer (frag mal einen Ducati-Fahrer was ein Desmo-Service an einem V4 kostet - dafür kaufen andere sich schon fast ein Zweitmotorrad). Gibt ja auch Leute die Ferrari fahren obwohl in einem Opel Corsa mehr Platz im Kofferraum (und für 4 Personen statt 2) vorhanden ist, man muss da nicht diskutieren was sinnvoll ist und was nicht. Man hat die Wahl und das ist ja auch gut so.

    Was mir beim Probefahren aufgefallen ist: einige dieser "Einsteiger-Motorräder" machen durchaus nicht nur Einsteigern Spass, aber man sollte unbedingt mal Probesitzen. Während früher oft bemängelt wurde, dass die Maschinen zu gross (hoch, schwer) sind, ist der Trend irgendwie bisschen arg Richtung Poket-Bike gerutscht, wer da annähernd Normgrösse hat (1.80/80 Kg) der kann sich auf einigen dieser Maschinen schon ziemlich eingeengt vorkommen (mir war z.B. auf den Kawasaki Z-Modellen nicht wohl, aber wenn man mal auf einer 1100er Tourenmaschine mit 350 Kilo Fahrgewicht gesessen ist, hat man manchmal auch einfach komische Ansichten :winking_face:). Die 390er KTM war richtig sportlich - wer sich 1-Zylinder nicht gewohnt ist (ich bin viele Jahre 640er KTM gefahren, mich stört das gerüttel nicht) kann sich da schwer tun - der Grund weshalb ich Abstand genommen habe ist dass die Kiste erst "sauber" läuft, wenn man schon weit weg von dem ist was man auf öffentlichen Strassen fahren darf. Rumgecruise und lange Touren wie ich sie mag, sind für solche Konzepte eher nicht gemacht, aber die Verkaufszahlen belegen, dass das die grosse Mehrheit nicht so sieht.

    So, immerhin mal ein paar Ideen. Preislich fand ich immer wieder paar nette Kawas (z.B. Versys - oder eben Z650), da hätte man schon schwach werden können. Sind letzten Endes bei der CB500F gelandet - reines Vernunfts-Vehikel was genau das kann was es können muss. Touren bis 450km ohne Schmerzen am Hintern belegen, dass das für mich! (bzw. den Nachwuchs) das richtige war, einzig die Honda-Vertragshändler-Preise (und Ersatzteil-Preise) sind ziemlich gewöhnungsbedürftig. Ist allerdings bei anderen Marken nicht gross anders, also lieber schauen, dass man die Mühle nicht immer wieder mal auf den Asphalt legt, sonst wird's trotz normalerweise preiswertem Unterhalt dann eben teuer.

    Sorry, war nicht präzise - besten Dank für die Klarstellung (bis 8% Abweichung erlaubt). Bei der Ktm wird die Geschwindigkeit über den Radumfang gemessen (bei meinen Rally Instrumenten konnte man den auf den super genau einstellen, damit das auch wirklich mit den Rosdbooks passte), wer die Geschwindigkeit über die Drehzahl misst - wie bei den meisten Strassen Motorrädern - muss auch noch schauen das der Tacho nicht zu wenig anzeigt

    Ein Motorrad welches günstig ist, ist das ja vor allem weil es wenig gefragt ist. Günstig kaufen und teuer weiterverkaufen schliesst sich deshalb gegenseitig aus.

    Wenn's ziemlich egal ist wie das Motorrad aussieht und was es können soll (Hauptsache fährt und taugt für Prüfung), dann einfach die billigste Mühle kaufen die man findet. Um sich die Sache nicht schwerer zu machen als es eh schon ist (ist inzwischen eher selten die Prüfung im ersten Anlauf zu schaffen) darauf achten das die Kiste ABS hat - und von Vorteil von der MFK abgenommen ist (kann teure Investitionen sparen und ist seitens Budget besser planbar).

    Ob das Ding 24 kW oder 35 kW hat ist egal, beides ist OK zum üben und passt für die Prüfung. Wenn man günstig kauft, ist der Wertverlust nicht hoch, selbst wenn man die Kiste quasi verschenkt, hat man nicht tausende verloren wie das bei einem neuen Motorrad schnell mal möglich ist.

    Wenn man eine Enduro mit Hauotstönder und Schlauchreifen findet, dann kann man sich selber auch mal mit Reifenwechsel oder Ölwechsel beüben - einen kleinen Aufpreis für einen Hauotstönder lohnt sich sowieso rasch, weil das Kettenpflege vereinfacht und man sich über die Winterpause keine Plattgestandenen Reifen einfängt.

    Auch klar: was neues mit modernster Einspritzung und Top Fahrwerk macht natürlich Spass - das darf auch was kosten. Man hat kaum Unterhalt bzw. ungeplante Reparaturen, trotzdem dürfte es wegen Wertverlust dann eben teurer werden.

    Zum Glück will ja nicht jeder das Selbe, ist doch schön das man die Wahl hat.

    Kurz 2 Anmerkungen: Änderung der Übersetzung ist illegal, bei Strasseneinsatz nicht völlig unerheblich (wobei: vermutlich ist die Kiste ja eh offen, somit auch nur eine Rand Bemerkung wegen Legalität).

    Zweitens gehen nicht alle Übersetzungen, ein grösseres Ritzel braucht eine kürzere Kette - lässt sich in der Regel aber mit dem Kettenspanner am Hinterrad einstellen. Im Gegenzug wird der Abstand zum Hinterrad länger mit einem kleineren Kettenrad, irgendwann ist dann der Spanner überfordert und man muss die Kette kürzen (mit Kettentrenner auch kein Hexenwerk, aber einfach zurückbauen ist dann nicht mehr so einfach möglich). Deshalb lieber erst mal mit Ritzel anfangen und schauen ob das schon reicht, ist einerseits recht preiswert und andererseits ohne grosse Schraubereinlagen zu machen. Kettenrad ist da schon etwas aufwändiger, aber das sollte einen EXC Fahrer nicht gross abschrecken, da ist man ja sowieso immer dran irgendwas zu warten und geht nur in Ausnahmefällen zum Mech.

    Und: im Exc Forum ist bei der 450er eine Original Übersetzung von 15/45 angegeben, https://www.ktm-lc4.net/thema/richtige…eine-exc.10388/ - weiss jetzt auch nicht wieso es so grosse Abweichungen gibt

    Die Aussagen bleiben wage, weil es einfach eine riesige Bandbreite gibt. Die einen fahren quasi ewig ohne Probleme, anderen verreckt die Karre am Tag nachdem die Garantie abgelaufen ist (oder auch schon früher, zu Garantie-Abwicklungen kann man ganze Bücher schreiben). Generell sind Motorrad- (oder auch Auto-)Fahrer nicht unbedingt die ökologischste Zielgruppe, genau die wollte man ja auch mit "auf die Strasse Klebereien" ärgern. Wie beim Antrieb gibt es auch unterschiedliche Ansichten über (Natur-)Leder zu Chemie-Faser-Anzügen oder Merino-Unterwäsche gegen Plastik-Unterwäsche in diversester Ausführungen. Gibt halt heutzutage sehr viele unterschiedlichen Sachen mit unterschiedlichen Zielgruppen, wer dazu aber noch Vegan ist und somit auf Tierhaut verzichten will, der hat einen schweren Stand um Ökologie und eigene Werte auf einen Nenner zu bringen. Und: auch bei Motorrad-Klamotten zeigt der Trend auf Wegwerf-Gesellschaft, billig, dafür jedes Jahr neu scheint bei den Billig-Anbietern durchaus zu funktionieren. Ich find's auch nicht gut Sachen wegzuschmeissen, trotzdem muss ich mir irgendwann auch mal Gedanken machen ob mein nun ca. 25-jähriges Lederkombi nicht doch mal getauscht gehört (immerhin hab ich mir nach über 20 Jahren mal einen neuen Helm gegönnt, der Helm-Shop Inhaber hat schon einen halben Kreislauf-Zusammenbruch, als er meinen alten Helm schon nur gesehen hat).

    Irgendwo muss man Kompromisse machen (und: als Angriff hab ich's absolut nicht verstanden :winking_face:) welche das sind muss jeder mit sich selber und seinem Budget ausmachen. Ob ein kleiner Hubraum nun wirklich ökologischer ist, kann man durchaus anzweifeln (weil: 1-Zylinder halten weniger länger als 2-Zylinder - weil sie in der selben Lauleistung mindestens doppelt so viel auf und ab gehen müssen - was auch erklärt wieso eben 4-Zylinder Reihenmotoren bei vernünftigem Einsatz kaum Totzubekommen sind). Auch ist der Spritverbrauch nicht wirklich sehr viel höher (im Vergleich zur Leistung schneiden grössere Motoren sogar besser ab) und das Öl wird weniger belastet, was zu längeren Ölwechsel-Intervalle führt. Weiter haben alle modernen Motorräder sowieso Einspritzung und Katalysatoren, rein seitens Abgas-Werten braucht man sich also keine grossen Sorgen zu machen. Wenn dazu aufgrund Einsteiger-Preise noch der Rostschutz vernachlässigt wird, keine Top-Fahrwerke verbaut werden (braucht es für 80 Km/h ja auch nicht wirklich, macht aber Laune) und das ABS auch eher da ist weil der Schriftzug nett aussieht und das neu Vorschrift in der EU ist, dann ist eben fraglich ob man sich (und der Umwelt) damit wirklich einen Gefallen tut. Ich kann - und muss - es nicht beurteilen, ich hab Solar auf dem Dach, fahre seit 40 Jahren ÖV und brauch meinen Bus nur für die Ferien (dafür keine Flüge), da liegen die paar Tanks pro Jahr fürs Motorrad locker drin :smiling_face_with_halo:

    Wie erwähnt sind die Laufzeiten der Motoren extrem unterschiedlich - lässt sich auch hier im Forum nachlesen. Und ja, man kann natürlich fast alles reparieren, gibt auch heute noch Ford-T-Modelle (wurden ab 1908 gebaut, sind inzwischen also weit über 100-jährig), welche auf der Strasse unterwegs sind. Nur - wie viel da investiert wurde um die hübschen Dinger fahrtüchtig zu halten sollte man lieber nicht fragen, das überschreitet um ein mehrfaches des ehemaligen Kaufpreises - von den Abgaswerten wollen wir lieber gar nicht anfangen :loudly_crying_face: .

    Aber auch hier: wer sowas haben will und es bezahlen kann, dem sind die Abgaswerte nun mal völlig Latte, gefahren wird damit sowieso in den wenigsten Fällen (sind eigentlich reine Anlage-Objkete). Bei Motorrädern gibt es sowas eher selben, wobei z.B. eine Kreidler Florett heute einen Preis hat der über dem damaligen Kaufpreis liegt (Mist, hätte das Ding von meinem Grossvater mitnehmen sollen). Auch andere Oldtimer werden zu Sammlerpreisen gehandelt, aber auch hier dürfte ein mehrfaches vom Kaufpreis investiert worden sein bis das so zum Verkauf dasteht. Bis aus einer "alten Gurke" aber mal ein wertvoller Oldtimer wird, braucht es sehr viel Geduld, viel Zuwendung - und (sehr) viel Geld, das lohnt sich halt wirklich nur in sehr seltenen Fällen und wenn man diese Zeit aussitzen kann (zudem braucht man natürlich auch etwas Glück, z.B. kann ein alter T1 VW-Bus locker über 100'000 wert sein, während ein kaum wesentlich jüngerer Toyota High-Ace gerade mal ein 20stel davon kostet.

    Wenn man die einzelnen Ersatzteil-Preise für ein Motorrad zusammenzählt, dann kommt man um ein vielfaches höher als was ein Motorrad neu kostet, weshalb nach einigen Jahren ein neuer Motor samt Einabukosten, Revision vom Fahrwerk und hübsch machen vom Rahmen ein klarer Fall für einen Totalschaden ist. Selbstverständlich ist das ökologisch Blödsinn, aber wenn man für den doppelten Preis ein neues Motorrad samt Werksgarantie und dazu die neusten Regel-Komponenten für Einspritzung und Abgaswerte bzw. ABS erhält, dann sind die wenigsten Bereit das Geld eher in einen Wiederaufbau zu stecken (ausser man ist selber Schrauber und hat einfach Spass daran - ist ja dann auch irgendwie ein Hobbi und das darf durchaus was kosten). Man ist wieder da so man angefangen hat: Där füfer und z'weggli gibt's eben nicht zusammen, es ist entweder oder.

    Damit man das nicht missversteht: mir ist die Umwelt keineswegs egal, ich bin (bzw. war, aktuell eher am PC...was man unschwer erkennt :unamused_face:) oft am/auf dem Meer, in den Bergen oder sonst in der Natur unterwegs und sehe durchaus das Bedürfnis das so lang als möglich zu erhalten, aber dafür in einer ungeheizten Höhle zu wohnen, im Winter mit Korksandalen rumzuaufen oder eben auch nur auf Ferien oder ein Motorrad zu verzichten welches Spass macht, ist dann einfach zu viel verlangt - das muss aber jeder mit sich selber ausmachen und damit klar kommen (ein Arbeitskollege kommt auch bei den aktuellen Temperaturen noch immer mit dem Rennrad zur Arbeit - und das über 30 Kilometer täglich - wenn man es durchziehen will, ist das durchaus machbar).

    Ich glaub wir kommen so nicht weiter, ein "echtes" Motorrad was nichts kostet, nichts braucht und hundert Jahre hält gibt es nicht und wird es nie geben, die Frage ist wo man welche Eingeständnisse machen will. Wie viel das dann in den nächsten 10 Jahren kostet, kann aktuell niemand genau sagen, da sowohl Abgaben wir Spritpreise und Versicherungsprämien Schwanken und je nach Rechtslage unklar ist, was da noch kommen mag - und wie lang man (im Schlimmsten - bzw. je nach Ansicht auch Besten) Fall überhaupt noch Verbrenner fahren darf. Somit bleibt als Tipp: kauf was Dich JETZT glücklich macht und schau dann später ob sich die Erwartungen erfüllen.