Beiträge von SkyBeam

    Ich habe dann auch festgestellt, dass einige Elektro-Verbindungen offen sind. Darf das so sein?

    Die sind nicht "Offen". Die Kabel selber sind im Stecker durch Gummitüllen abgedichtet. Die Stecker selber sind meist auch wasserdicht - oder entsprechend unempfindlich gegen Korrosion. Die Kabelschutzschläuche aus denen die Kabel raus kommen sind nur gegen Abrieb durch scheuern und Vibration oder die Hitze von Motoren/Aspuffteilen damit die Isolierung nicht plötzlich weg ist und einen Kurschluss verursacht. Das macht nichts auch wenn es dort rein regnet. So lange die Stecker nicht "offen" (also Stecker und Buchse getrennt) sind ist das absolut normal so.

    Und ja, gerade bei günstigen Motorrädern sind die Stecker oft nicht ganz so gut geschützt gegen eindringen von Wasser und Korrosion kann da durchaus mal zu Fehlern führen wenn sie etwas älter sind. Das im Bild sieht aber normal aus wie so vom Hersteller gewollt. Nicht schön, aber günstig, einfach, unproblematisch.

    Nenn mir irgendeine Situation, wo du im Strassenverkehr nen Slalom, ne Spurgasse oder ne Acht in vorgegebener Zeit fahren musst ohne mit den Füssen abstehen zu dürfen

    Die vorgegebene Zeit ist nur dazu da um die Geschwindigkeit als Manöver zu erreichen. Du wolltest ein Beispiel. Na gut... Ich fahre in einer Kolonne im Stop-and-Go Verkehr oder bei stockendem Kolonnenverkehr (Spurgasse) oder möchte einem Schlagloch oder einem Gegenstand auf der Fahrbahn ausweichen (Lenken bei langsamster Fahrt -> Slalom) oder muss auf einem Parkplatz oder in einer Sackgasse wenden (8). Man kann den Zusamenhang sehen oder ihn halt ignorieren. Wer sein Motorrad in diesen Situationen beherrscht schafft auch die Manöver. Wer die Manöver nicht kann wird auch in diesen Situationen an seine Grenzen kommen. Als Prüfer sehe ich an den Manövern recht schnell bei wem ich lieber nicht aufsteige.

    Bei der Bremsung bin ich auch voll bei dir. Es passiert unter kontrollierten Bedingungen. Man ist also total vorbereitet und wartet nur auf den Punkt an dem man voll in die Eisen geht. In der Praxis kommt dann Schreckmoment und ggf. Fahrsituation und Fahrbahnbelag etc. dazu und macht das ganze noch einmal viel komplexer.

    Trotzdem schaffen es viele bis und einschliesslich mit der Prüfung nicht mit einem modernen ABS-Motorrad eine saubere Bremsung unter diesen kontrollierten Bedingungen durchzuführen.


    Bei einem Umfaller bei Schrittgeschwindigkeit ist doch auch im Verkehr das tatsächliche Sicherheitsrisiko äusserst gering.

    Was willst du uns damit sagen? Keine Manöver mehr prüfen. Ist ja egal ob sie bei langsamer Geschwindigkeit umfallen. Das Risiko ist ja eher gering. Ausserdem hab' ich schon die lustigsten Situationen gesehen wo dann in einem Schreckmoment komplett die Kontrolle verloren geht und beim Versuch das Motorrad vor dem umfallen zu retten am Gas gedreht wird und das Motorrad einen unkontrollierten Satz macht. Nein da ist mir lieber wenn die Prüflinge auch mal in Manövern lernen mit kippeligen Situationen in langsamer Fahrt umzugehen.


    Sinnvoll oder nicht. Du hast Recht wir schweifen etwas ab und sollten die Diskussion vielleicht mal an geeigneter Stelle fortführen. Bin dir ja nicht böse wegen anderer Ansichten zur Sinnhafitgkeit/Sinnlosigkeit ein Motorrad auch bei langsamen Geschwindigkeiten im Griff zu haben. Vielleicht ändern sich ja die Prüfungsvorschriften mal.

    Du sagst ja selber: mit ganz wenigen Ausnahmen kann man selber planen, ob und wie ein „Manöver“ nötig sein soll oder nicht.

    Damit meinst du aber mehr Manöver wie einparken oder wo schieben notwendig ist.

    Die Manöver der Prüfung zeigen eine Fahrzeugbeherrschung auch bei langsamen Geschwindigkeiten wie sie auch im Strassenverkehr vorkommen. Sei es an Fussgängerstreifen oder im Stop-and-Go Verkehr. Die Bremsprüfung muss ich wohl nicht genauer erläutern.

    Wenn ich Prüfungsexperte ŵäre müsste ich ja auch entscheiden ob ich bei diesem Prüfling aufsitzen will oder nicht. Die Manöver geben mir schon einen guten Eindruck ob der Prüfling ein Gefühl für das Fahrzeug hat oder nicht. Verwunderlich daher, dass in einigen Kantonen die Prüfungsteile gesondert sind oder zuerst auf die Strasse gefahren wird und die Manöver dann unterwegs gemacht werden. Ich für meinen Teil würde gerne erstmal den Prüfling alleine auf dem Motorrad begutachten bevor ich mich drauf setze.

    Viele mögen halt die Manöverprüfung nicht weil sie mitunter der schwierige Teil der Prüfung ist. Gas geben können sie alle. Bremsen können dann schon weniger und langsam fahren noch viel weniger.

    Du hast aber schon gelesen, dass ich das an der Prüfung zeigen musste? Da war ich kein langjähriger Fahrer.

    Ja gelesen. Macht dadurch trotzdem nicht mehr Sinn.

    Allerdings solltest du auch nicht vergessen, dass zwischen Anfänger und Prüfungsreife auch etwas Zeit vergeht. Wer von Anfang an versucht bei Manövern mit der Vorderradbremse zu arbeiten oder am Hang gleichzeitig Kupplung, Gas und Vorderradbremse so präzise zu dosieren, dass die Mühle nicht nach hinten Rollt und sanft losfahren kann wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein paar Frustmomente erleben. Bis zur Prüfung sollte man dann aber mit der Kupplung schon besser umgehen können damit auch das klappt - weitere Diskussionen welche Methode jetzt die sicherere ist können wir uns schenken.

    Ich will nur zum Ausdruck bringen, dass viele Wege nach Rom führen, und was für dein einen einfacher ist, ist für den anderen kompliziert, der eine kann das besser und der andere jenes. Drum ist es wichtig, Vor- und Nachteile beider Methoden zu kennen.

    Ja da treffen wir uns wieder. Beides geht, aber nicht alle Methoden erfordern ein gleich hohes Mass an Fähigkeiten.

    Beherrsche am besten einfach beides. Dann musst du nach der Stiefelsache nicht noch zusätzlich mit dem Experten anfangen zu diskutieren, was du alles können musst an der Prüfung.

    Beides zu können ist nicht verkehrt. Aber ein Motorrad als Anfänger am Hang mit der Vorderradbremse zu halten mit beiden Füssen am Boden und dann Anfahren am Berg zu trainieren... Sehe ich zu oft und zuuu oft endet das in einem Umkipper.

    • Fahranfänger hat beide Füsse am Boden
    • Vorderradbremse gezogen
    • Kupplung kommen lassen, Motorrad federt vorne ein (Bremse gezogen)
    • Bremse wird gelöst, Motorrad fängt an zu schaukeln
    • Gefühl für die Kupplung noch nicht vorhanden, Motorrad beginnt rückwärts zu rollen
    • Panisch wird wieder gebremst - beim rückwärts rollen fängt die Mühle dann an zu wippen
    • Zack liegt die Mühle am Boden

    Nein ernsthaft... Das geht wirklich nur Stabil wenn man hinten bremst. Also genau an dem Rad wo auch der Motor die Kraft überträgt. Kette Spannen, vorne beide Arme entspannen und dann einfach am Schleifpunkt bleiben bis genug Zug da ist die hintere Bremse zu lösen.

    Ich will Boo auch gar nicht absprechen, dass er als langjähriger Fahrer auch mit der Vorderradbremse am Hang halten und anfahren kann aber es ist für Anfänger einfach viel zu gefährlich. Daher bleibe ich dabei: Anhalten immer mit Bremse hinten und vorne. Die vordere Bremse wird degressiv betätigt. Die Hinterradbremse bleibt gedrückt auch wenn das Motorrad steht.

    Auch beim losfahren gehört der rechte Fuss schon auf die Fussraste.


    Andere Turnübungen oder Methoden oder Marotten entwickeln sich dann von selber. Fahranfängern dies aber als richtige Methode beibringen zu wollen halte ich für falsch.

    Bis jetzt habe ich es immer nur geschafft vom 2. in den N zu schalten. Gelesen habe ich bis jetzt immer, dass man in den 1. schalten soll und dann in N. Er springt immer direkt vom 1. in den 2.

    Ähm, Der wichtigste Anwendungsfall ein Motorrad in N zu schalten ist wenn man es schieben muss. Denn egal wie gut eine Kupplung trennt sie ist nie komplett frei und die allermeisten Motorräder lassen sich leichter schieben im N. Zweiter Anwendungsfall ist wenn man das Motorrad aus welchen Gründen auch immer auf dem Ständer laufen lassen will - z.B. bei Wartungsarbeiten die das erfordern. Ansonsten ist eigentlich immer ein Gang eingelegt.

    Tatsächlich habe ich jetzt mein Motorrad immer in N parkiert, es blockiert aber auch die Räder, wenn es ausgeschalten ist oder der Ständer unten ist.

    Da hab' ich jetzt ein Fragezeichen. Ich kenne kein Motorrad bei dem im "N" die Räder blockieren. Das passiert ja eben nur wenn ein Gang eingelegt wird. Genau genommen sind die Räder dann auch nicht Blockiert (z.B. durch die Bremse) sondern lediglich der Widerstand des Motors (Zylinder, Kompression) verhindern ein drehen der Antriebsnabe. Mit genügend druck kann man aber auch diesen Widerstand überwinden und den Motor drehen. Oder wenn man statt in 1 mal im 3. oder 4. Gang parkiert kann man durchaus durch schieben auch den Motor drehen. Macht man ja auch absichtlich wenn man mal ein Motorrad mit schwacher Batterie anschieben will.

    Und genau deswegen parkiert man ein Motorrad ja auch im 1. Gang. Dann ist es maximal schwer das Motorrad durch leichtes anschieben zu bewegen weil der Motor einen sehr hohen Widerstand bietet. So rollt das Motorrad auch nicht weg und fällt vom Ständer. Also parkieren immer im ersten Gang.

    Du hast jetzt gemeint, es ist einem Anfänger nicht zu empfehlen am Hang mit der Vorderradbremse zu arbeiten. Ich habe bis jetzt meistens nur diese benutzt. Ich habe auch das Anfahren am Hang nur so geübt, weil ich mit zwei Füssen abgestanden bin. Ich immer versucht mit beiden Füssen abzustehen, nur links und dann den Fuss auf der Bremse zu lassen, macht aber natürlich viel mehr Sinn.

    Dann solltest du wirklich zuerst die Grundlagen etwas üben. Bei Manövern gilt (insbesondere für Anfänger): FINGER WEG VON DER VORDERRADBREMSE!

    Einmal eine kleine Schreckbremsung mit der Vorderradbremse bei eingeschlagenem Vorderrad und du liegst schneller am Boden als du dir ausdenken kannst. Die Hinterradbremse ist dagegen beim Manöverieren praktisch immer sicher handhabbar.

    Beim anfahren am Hang gilt das auch. Das Motorrad will ja rückwärts rollen. Daran hinderst du es mit der Hinterradbremse. Dann musst du auch nicht mühsam mit der rechten Hand gleichzeitig bremsen und gas geben und dann die Bremse lösen. Ausserdem schaukelt das Motorrad ja nur wenn du dein Motorrad am Hang mit dem Vorderrad festhalten willst. Insgesamt eine ziemlich wacklige Angelegenheit.

    Gilt auch beim anfahren auf ebener Strecke. Immer mit der Hinterradbremse das Motorrad halten und dann Kupplung kommen lassen, Kette spannen und dann langsam die Bremse lösen. Viele moderne Motorräder haben sogar einen Low-RPM Assistenten der selber etwas Gas gibt wenn du die Kupplung kommen lässt. So ist es sehr einfach sanft los zu fahren und verhindert abwürgen wenn man die Kupplung nicht gleich all zu ruppig kommen lässt.

    Der Fuss bleibt also immer auf der Bremse. Beim anhalten, beim stehen bleiben und beim losfahren. Wacklige Übungen mit beiden Füssen am Boden kannst du bei den Flinstones vorführen aber nicht an der Prüfung.

    Vielleicht kommst du ja auch zum Manövertag des Forums, da werden wohl auch einige noch ähnliche Fehler machen.

    Dann probier ich das alles Morgen gleich mal aus :smiling_face: Mal schauen ob ich morgen ein Strässchen finde wo ich auch mal etwas schneller fahren kann und mal eine Notbremsung üben kann.

    Strassenverkehrsämter haben häufiig eine Bremsstrecke mit gutem Belag. Übertreib's nicht gleich am Anfang und taste dich heran. Tipp: Erstmal Vollbremsungen mit nur der Hinterradbremse üben. Das ist sehr gut kontrollierbar (bremst aber auch sehr langsam). Achte darauf, dass die Hinterradbremse immer vollständig gedrückt ist (immer im ABS Regelbereich). Die meisten Motorräder heute verhindern Überschläge, aber nur wenn du hinten im ABS-Bereich bremst. Wenn du nur vorne bremst kann ein Stoppie oder Überschlag durchaus passieren.

    Lass die Kupplung sanft minimal "kommen", damit sich das Getriebe geringfügig dreht, kupple wieder komplett aus und versuche dann wieder den "natural" (sanft) einzulegen.

    Das ist aber eher der Tipp wenn man den ersten Gang nicht rein bekommt weil die Zähne im Getriebe sich blockieren. Hier dann einfach kurz die Kupplung kommen lassen oder leichten Druck auf den Schalthebel geben und die Kupplung ganz leicht kommen lassen bis der Gang rein flutscht.

    Beim Schalten von 2 nach N oder von 1 nach N passiert das nie weil dort keine Zähne sind die sich sperren könnten. Man nimmt ja nur den Gang raus.

    Häufigeres Problem ist hier, dass beim drücken nach oben nicht nur von 1 nach N sondern gleich nach 2 geschaltet wird und wenn man dann versucht wieder zurück von 2 zu N zu schalten sofort wieder 1 rein klickt.

    Ich rate generell davon ab N so zu benutzen (z.B. an Ampeln). Ein unbedachter Tritt auf den Schalthebel bei leufenden Motor in N und das Motorrad macht einen Satz nach vorne. Auch wenn bei den meisten Motorrädern der Motor dann sofort aus geht (abgewürgt) hilft das nicht viel wenn man dann umkippt weil man nicht auf der Bremse stand.


    Also empfehle ich wie oben beschrieben eher anhalten im 1. Gang. Dann Kupplung gezogen halten oder noch besser: Motor aus. Dann wieder im 1. Gang starten und los fahren. Geht auch nicht langsamer als in N schalten und dann bei grün auch noch wieder das Standbein wechseln zu müssen (man steht immer mit dem rechten Fuss auf der Bremse!). Also muss man zuerst den Fuss von der Bremse nehmen, rechts abstützen, Kupplung ziehen, mit dem linken Fuss den Gang rein machen und dann los fahren. Ausserdem passiert das losfahren dann ohne Sicherung mit der Fussbremse. Gerade für Anfänger ist das eine schlechte Methode.

    Also Anhalten und während dem Anhalten in 1 schalten. Dann linker Fuss auf den Boden und 1. Gang drin lassen bis zum losfahren. Alternativ kurz das Motorrad aus machen. Per Killswitch muss man dafür nicht mal eine Hand vom Lenker nehmen.

    Und NEIN, da geht nichts kaputt wenn du die Mühle über den Kilsswitch aus machst. Im Gegenteil; du weisst wenigstens, dass dieser auch noch funktioniert.

    Wilkommen hier!

    Mal ein paar Antworten. Viele davon sind aber üblicherweise Subjektiv.

    1. In Neutral schalten

    Das ist stark vom Motorrad bzw. Getriebe abhängig. Bei den meisten Motorrädern ist es schwierig den N sicher zu treffen. Das braucht Übung und Gefühl. Abgesehen davon muss man N eigentlich praktisch nie einlegen. An Ampeln kannst du auch die Kupplung gezogen halten und wenn dich das ständige halten des Hebels stört dann schalte doch einfach den Motor mit dem Killswitch kurz aus. Wenns grün wird wieder Kupplung ziehen, starten und los fahren.

    Beim Motorrad gilt das gleiche wie beim Auto: Wer haltet der schaltet. Also immer im ersten Gang wenn das Fahrzeug stoppt. Fahrzeuge werden immer im 1. Gang abgestellt, nie im Neutral. Gerade bei Motorrädern wichtig da diese sonst sehr einfach durch einen kleinen Schubser über den Ständer nach vorne kippen und dann halt da liegen.

    Dazu gleich den Tipp: Plane beim anhalten immer wo du anhalten willst. Ein Motorrad wird nie Talwärts sondern immer Hangwärts parkiert damit der 1. Gang das Motorrad vom rückwärtsrollen abhält. Nie talwärts weil ein leichter Zug an der Kupplung oder ein rutschen/drehen des Motors führt dann halt dazu, dass das Motorrad über den Ständer fährt und kippt.


    2. Spiegel einstellen

    Das hängt extrem vom Fahrzeug und den Spiegeln ab. Die Fantic wird ja häufig sogar ohne Spiegel abgebildet. Vermutlich sind die eh nur in Ländern mitgeliefert wo diese obligatorisch sind. Lasse dich ggf. mal beraten oder montiere hochwertige Zubehörspiegel. Damit lässt sich schon einiges machen in Bezug auf Sichtbereich, Position (nicht nur SchulternArme/Ellbogen sichtbar) und Vibrationsfestigkeit. Gute Spiegel sind aber nicht ganz billig und mei9stens schon am Gewicht selbiger von schlechten unterscheidbar.

    Ich hatte mal Zubehörspiegel an meiner sonst sehr sanft laufenden FZ8 wo ich nicht mal bei 50km/h auch nur irgend etwas im Rückspiegel erkennen konnte. Mit den originalen Yamaha FZ8 oder FZ1 Spiegeln hingegen kann ich fast schon die Nummernschilder der hinter mir fahrenden Fahrzeuge im Rückspiegel lesen.

    Eine ganz so gute Spiegel-Sicht wie3 beim Auto kannst du prinzipbedingt nicht erwarten. Schon alleine die Position und Vibrationen verhindern ein entsprechend klares Bild. Auf dem Motorrad musst du halt den Kopf benutzen, helm drehen und auch dein Gehör einsetzen. Da gewöhnst du dich schon dran.


    3. Schulterblick

    Den Oberkörper mit zu drehen solltest du generell vermeiden. Wie du schon gemerkt hast lenkst du dann unweigerlich auch das Motorrad. Um das abzustellen brauchst du sehr viel Übung. Es kann helfen den Lenker nur ganz sanft zu greifen. Also quasi freihändig zu fahren um möglichst wenig Lenkkräfte zu übertragen.

    Mehr als ein seitlicher Schulterblick sollte aber auch nicht notwendig sein. Denn wenn du beim Spurwechsel kein Fahrzeug im Rückspiegel siehst und beim Seitenblick auch nichts siehst (bedenke auch dein peripheres Sehfeld) sollte ein Spurwechsel sicher sein. Beim Motorrad hast du ja eine bessere Rundumsicht im Helm als im Auto wo oft Sitze und B-Säule die Sicht versperren oder wie bei modernen Autos mit Schissscharten Fenster hinten und seitlich hinten überhaupt rein gar nichts erkennen kannst.

    4. Lohnen sich Motorradstiefel

    Gute Schuhe können deine Knöchel retten!

    Du stellst das aber gar nicht in Abrede. Wichtig ist, dass die Schuhe über die Knöchel gehen. Gute Arbeitsschuhe sind hier sicher auch ausreichend. Motorradstiefel sind aber vielleicht bequemer beim fahren. Gerade Arbeitsschuhe mit Stahlkappen können problematisch beim bedienen (Schaltehebel) sein.

    Ich stelle auch den Trend fest, dass immer mehr Motoradfahrer diese Motorrad-Sneakers fahren die teilweise nur knapp knöchelhoch sind. Muss jeder für sich entscheiden. Ich fahre immer mit hohen Stiefeln. Wenn mein Motorrad mal auf meinem Bein liegt kann das nicht schaden.


    5. Anhalten entgegen dem Hang

    Gleicher Punkt wie eingangs erwähnt. Du fährst Motorrad. Plane vor dem anhalten wie du dort anhalten willst und wie du da wieder weg kommst. Also beim parkieren auch gerne mal lieber vor dem Parkplatz anhalten und rückwärts rein stossen damit man danach wieder los fahren kann anstatt vorwärts ein zu fahren und nachher das Fahrzeug zuerst herausgeschoben werden muss um los zu fahren. Gerade weil du (wie ich) nicht sehr gross bist.

    Wenn du am Hang anhalten musst halte so an, dass dein Standbein (links) hangwärts steht. Wenn das nicht geht musst du im Notfall halt auch den rechten Fuss benutzen, dann kannst du aber die zur Hangsicherung nötige Hinterradbremse nicht verwenden und musst sehr vorsichtig mit der Vorderradbremse arbeiten. Für Anfänger nicht zu empfehlen. Achte also möglichst schon vor dem anhalten darauf wo du stoppst und wie du dann dein Fahrzeug sicher halten kannst. Normalerweise bleibt der rechte Fuss immer auf der Fussraste/Bremse. Der linke Fuss verlässt die Furssraten auch erst im letzten Moment (wenn das Motorrad schon gestoppt hat (ja, das fällt nicht gleich "instant" um).

    Ja, das Motorrad ist wirklich bisschen hoch für mich. Sie haben es schon so weit es geht tiefer gelegt. Ich hab so etwa 3-5cm gewonnen. Ich kann mit dem Fussballen abstehen, aber mit der Verse nicht, da muss ich so schräg draufsitzen. Das ist aber sicher Gewöhnungssache. Ich hoffe der Experte findet das in Ordnung. Vielleicht kann man ja auch die Stossdämpfer etwas weicher einstellen, damit es etwas mehr zusammensackt wenn ich drauf sitze, oder ist das doof?

    Tieferlegung passiert üblicherweise in ein Tieferlegungs-Kit hinten (muss eingetragen werden) und vorne ggf. durch durchschieben der Gabelholme an der Gabelbrücke. Vermutlich wurde letzteres schon gemacht bei dir.

    Über die Stossdämpfer kannst du keine Höhe regulieren. Du kannst meistens nur die Vorspannung einstellen. Bei deinem Gewicht spielt das aber in der Regel absolut keine Rolle. Das Motorrad wird nie so weich werden, dass es beim drauf sitzen noch 1-2cm oder gar mehr einsinkt. Also vergiss das.

    Wenn nötig kannst du noch zum Sattler gehen und den Sattel etwas abpolstern lassen. Für manche Motorräder gibt es auch extra niedrige Sitzbänke - erkundige dich mal.

    Ansonsten gibt's noch die "Damen" Variante: Schuhe mit extra dicken Sohlen (Plateau-Schuhe).

    Nach einer Weile dürfte dich das aber kaum mehr stören . Beim Fahren spielt es keine Rolle. Beim anhalten gewöhne dir an etwas weiter nach links zu sitzen bevor du den Fuss links absetzt. Das reicht locker für einen stabilen Stand.

    Du musst NICHT links und rechts gleichzeitig die Füsse flach auf den Boden bekommen können. Wie oben erwähnt bleibt der rechte Fuss IMMER auf der Fussraste bzw. auf der Bremse. Damit sitzt du automatisch etwas weiter links und hast das rechte Bein angewinkelt auf der Fussraste.

    Tipp für die Prüfung oder Soziusfahrten: Lass' den Ständer ausgeklappt bis dein Sozius aufgestiegen ist. Wenn er wie ein Hornochse aufsteigt und dich umreisst kippt die Maschine nur auf den Ständer und fällt nicht um. Sobald dein Sozius sitzt kannst du dann den Ständer hoch klappen und los fahren.

    Also kann ich nach absolvierter Theorie Prüfung A direkt auf eine z.B 250 Kubik Maschine aufsteigen? Für was gibts den eigentlich die Unterklasse A1 ? Was würdest du empfehlen?

    Siehe die verlinkte seite von mir und shphil. Es gibt nur eine Theorieprüfung, egal ob A, A beschränkt oder A1.

    Die Kategorie A1 ist die "125er" Klasse bis 11kW und du darfst die ab 16 machen. Und genau deswegen gibt es die. Wenn du schon 18 bist macht die A1 Kategorie meistens keinen Sinn da du sie überspringen und direkt bei A beschränkt einsteigen kannst. Bei A (unbeschränkt) einzusteigen geht allerdings nicht weil du vorher 2 Jahre lang A beschränkt haben musst um A unbeschränkt überhaupt machen zu können.

    Wenn du also noch nicht 18 bist stellt sich die Frage nicht. Du kannst nur A1 machen. Wenn du schon 18 bist kannst du wahlweise A1 machen oder A beschränkt. Allerdings würde ich dann klar zu A beschränkt (35kW) raten und gleich eine auf 35kW gedrosselte grössere Maschine empfehlen. Daran wirst du länger Spass haben.

    Die A1 Kategorie nutzen die Meisten jugendlichen eher für Roller als Motorräder und dient dem Einstieg in die Mobilität. Mit A beschränkt kann man durchaus schon sportlicher Motorrad fahren.

    Also zusammengefasst:

    • Bist du zwischen 16 und 18: Theorieprüfung machen, A1 Lernfahrausweis bestellen, losfahren (max. 11kW / 125er)
    • Bist du schon 18 oder älter: Theorieprüfung machen (falls noch nicht vorhanden) und A beschränkt Lernfahrausweis bestellen, losfahren (max. 35kW, du kannst aber wahlweise auch mit A beschränkt einen 125er fahren, brauchst aber für die Prüfung ein stärkeres Motorrad). praktische Prüfung absolvieren
    • Bist du 20 (oder älter) und hast schon 2 Jahre den A beschränkt Schein: Lernfahrausweis für A unbeschränkt beantragen, losfahren, praktische Prüfung absolvieren


    Also um deine Frage nochmals ganz klar zu beantworten: Wenn du schon 18 bist und noch keinen Ausweis hast, dann kannst du nach absolvierter Theorieprüfung den Lernfahrausweis für A beschränkt beantragen. Und ja, gleich nach Erhalt des LFA darfst du alleine auf deine 250er aufsteigen und losfahren. Der LFA ist 4 Monate gültig und verlängert sich um 1 Jahr wenn du die vorgeschriebenen Kurse machst. Innerhalb der Gültigkeit musst du dann die praktische Prüfung absolvieren.

    Wenn ich die Theorie Prüfung A1 mache kann ich mit dem Lernfahrausweis und dem blauen L direkt fahren bis 125ccm.

    Wie geht das bei der Klasse A also über 125ccm?

    Genau gleich. Wenn du die Theorie hast darfst du den LFA bestellen und sofort nach Erhalt mit dem Töff der entsprechenden Kategorie und blauem L Schild auf die Strasse.

    Für Klasse A- (A beschränkt) musst du dafür 18 Jahre alt sein. Wenn du schon A1 hast brauchst du dann nicht einmal mehr die Theorieprüfung neu machen sondern kannst direkt A- bestellen.

    Guck mal hier rein. Dann kannst du einfach auswählen was du schon hast und bekommst angezeigt was du machen kannst und was du dafür brauchst.


    Bei Kategorie B (Auto) darfst du allerdings bis zur praktischen Prüfung nicht ohne Begleitperson fahren. Beim Motorrad darfst du von Tag 1 weg alleine fahren. Darfst aber nur jemanden mitführen der den Ausweis gleicher Kategorie selber hat.

    Wenn die Beläge noch ausreichend Maß haben, würde ich so weiterfahren.

    Davon rate ich definitiv ab. Wenn die Beläge schon 16k runter haben sind die nicht mehr ganz frisch. Bei jeder Bremsanlage bilden sich Rillen und die Rillen der Beläge sind das Negativ der Rillen der Scheiben. Verwendet man alte Klötze auf neuen Scheiben überträgt man diese gleich auf die neue Scheibe. Gerade bei neuen Scheiben sollte aber anfangs die Beläge flach aufliegen und nicht schon Rillen aufweisen die punktuelle Belastung produzieren. Bei den meisten liegt ein Zettel bei der 100km sanftes Einfahren empfiehlt (keine Vollbremsungen).

    Bremsbeläge kosten nicht viel. Insbesondere wenn eh die Scheiben für 200-400.-- dazu kommen würde ich jetzt nicht an 2x20.-- für die Beläge knausern. Lohnt sich einfach nicht.

    Stellt sich für mich mehr die Frage, ist es Sinnvoller da Originale BS u. BK zu verbauen oder reichen auch die TRW ausm Polo/Louis?

    Reicht. Habe meine FZ8 für diee letzte MFK auf TRW umgerüstet. Günstig und bremst wie am ersten Tag. Muss nicht mal eingetragen werden. Üblicherweise halten die ja lange. Bei meiner FZ8 sind das über 100000km - die Scheiben wurden zum ersten Mal gewechselt. Die Klötze natürlich schon häufiger. Hängt aber sicher auch vom Fahrstil ab.

    Vielleicht waren die Scheiben ab Werk so und wurden nie reklamiert. Soll vorkommen. Ich kenne da auch einen Fall einer Suzuki SV650 da war die hintere Scheibe definitiv verzogen. Eine Überhitzung schliesse ich mit hoher Wahrscheinlichkeit aus und gehe davon aus, dass die ab Werk einen Schlag hatte.

    Mit Steinschlag hat das aber meiner Meinung nach nichts zu tun. Eher halt verzogen wenn sie extrem heiss war. Oder eben schon in der Produktion.

    Die Scheiben sollten aber auf jeden Fall beide ersetzt werden. Wenn man sie durch günstige Scheiben auf dem Zubehörmarkt (z.B. TRW) in gleicher Bauart ersetzt müssen sie nicht einmal eingetragen werden und die Kosten halten sich im Rahmen. Also beide Scheiben und die Bremsklötze tauschen.

    Wenn die Scheibe wirklich durch mechanische Beanspruchung (Unfall) verzogen wäre, dann hätte die Gabel oder gar der Rahmen wohl auch etwas abbekommen. Wenn aber beides nicht verzogen ist und die Maschine einen guten Geradeauslauf hat ist da wohl nichts. Einzige Möglichkeit wäre ja einen Front-Schaden. Aber wer würde denn die Gabel und ggf. Felgen wechseln aber die relativ gesehen günstigen Bremsscheiben weiter verwenden...

    Also tauschen und gut is'.