Occasionkauf KTM 400 exc, uf was muss ig lugä?

  • hallo zusammen
    Ich habe im Sinn eine KTM 400 exc zu kaufen.
    Jg. 2002
    Wurde zuerst alls Meisterschafts- und später als Trainingstöff benutzt.

    Kaufpreis 6500.-- Fr. mit zweiter Verschallung, diverse Teile und Werkzeuge.

    Was haltet ihr davon kann ich noch eine garantie von 3 Monate verlangen.

    Vielen Dank für eure Tipps

    Gruss

    Tom

  • Also ich han jo vo KTM kein blassä, aber ich würd aifach mit andärnä Ahgebot verglichä etc. Und vorallem söttisch wüssä öb dä Verkäufer ev. au scho Wettkämpf mit dem gfahrä isch. Also du muäsch wüssä diä dä cholbä zwäg isch etc. etc. am beste gohschän mitämä Mech go ahluägä oder so. Aber äbä ich weiss halt au nöd so rächt ehrlichgseit.

    RACING IS LIFE...ANYTHING THAT HAPPENS BEFOR OR AFTER... IS JUST WAITING

  • Garantie 3 Monate :grinning_squinting_face: für ne 02er Occasion :auslach:

    Oh man - selten so gelacht. Die EXC's haben NEU 3 Monage Gewährleistung (falls sie faslch zusammengebaut wurden), Garantie gibt es auf Enduro-SPORT Motorrädern KEINE. Das sind Wettkampfmaschinen mit Alibi-Strassenzulassung (homologiert mit 14 Kw).

    Wenn Dir jemand noch Garantie geben will dan SOFORT mit dem Teil volle Kanne die nächsten Enduroläufe fahren. Weder Ölwechsel noch Ventile einstellen (alle 500 Km!) sowie die Anfahrt gleich auf der Landstrasse oder sogar auf der Autobahn machen. Dann hat die Karre in den nächsten 3 Monaten einen weichgeklopften Rahmen, einen Pleuelschaden, der Zylinder ist hinüber und das Getriebe ist auch nicht mehr zu retten. Macht alles nichts - man hat ja Garantie :grinning_squinting_face:

    Die Frage müsste lauten: wurde der Service penibel eingehalten, wie viel Sporteinsatz wurde gefahren - und war das Teil jemals auf der Strasse (dann sowieso Finger weg von Sportenduros). Zudem müsste man die Betriebsstunden wissen. 6'500 für ne 02er welche von einem Sportfahrer gefahren wurde ist zu viel, das wäre höchstens für eine Maschine vertretbar die pro Jahr eine Woche locker Endurowanderungen machte oder gerade neu aufgebaut wurde.

    Was mich extrem interessieren würde: wo willst Du denn mit dem Teil fahren? (Endurostrecken gibt es in der Schweiz keine, fürs Crossen sind Enduros wegen der weichen Grundabstimmung nicht so geeignet und ohne Auto/Anhänger geht eh nichts).

    Soll nicht gegen Dich gerichtet sein, habe nur das Gefühl das Du nicht wirklich weisst auf was Du Dich einlässt und SPORT-Enduro mit strassentauglicher Alltagsenduro verwechselst.

    Marc
    der mit seiner WR426 seit Juni und einer Enduro-Woche sowie 3 Tage Training in Frankreich gerade mal 400 Kilometer auf dem Zähler und den ersten grossen Service hinter sich hat. Und die WR ist bekanntlich haltbarer als die EXC :face_with_tongue:

    P.S.: Maschinen von gewissenhaften Sportfahrern werden nach JEDEM Einsatz vollständig gewartet - ausser der Typ ist echt ne Miese Krücke, würde ich lieber eine Maschine von einem Top-Fahrer als einem Amateur nehmen der einfach fährt bis die Karre auseinanderfällt (was bei den EXC Modellen allerdings nciht sehr lange geht - die sind so leicht und hochgezüchtet, dass sie die Serviceintervalle echt brauchen). Aber wie gehabt: Ausstattung der Katis ist echt gut. Nicht von der Optik blenden lassen - lieber völlig zerschrammte Plastik und ein top gewarteter Motor als neue Plastik und ne vergammelte Maschine :winking_face:

  • Nun ich hätte vor so 50/50 auf der Strasse und im Gelände zufahren und einen mittleren Pneu montiert zu haben. Die KTM- Händler haben mir gesagt die Maschine könne schon auf der Strasse gefahren werden solange nicht weiss was für Touren damit gemacht werden (was von der Sitzbank her auch nicht gerade bequem ist)

    und wie kann ich als Laie überprüfen ob dieses Motorrad gut gewartet wurde (Serviceintervalle sind zwar gut doch auch nicht bare Münze)

  • Zitat

    Original von Tom
    Nun ich hätte vor so 50/50 auf der Strasse und im Gelände zufahren und einen mittleren Pneu montiert zu haben. Die KTM- Händler haben mir gesagt die Maschine könne schon auf der Strasse gefahren werden solange nicht weiss was für Touren damit gemacht werden (was von der Sitzbank her auch nicht gerade bequem ist)

    und wie kann ich als Laie überprüfen ob dieses Motorrad gut gewartet wurde (Serviceintervalle sind zwar gut doch auch nicht bare Münze)

    du musst dir grundsätzlichg mal folgende fragen stellen:
    1.warum will ich eine exc?
    2.wo wird mein motorrad eingesetzt? strasse? gelände?
    3.wie sieht mein geldbeutel aus?
    4.wie stehts mit meinen schrauberkenntnissen?

    also wenn du eine exc 50% auf der strasse bewegen willst dann solltest du zu 100% die fragen so beantworten:
    1. weil ich so richtig enduro fahren will und ich mega viel spass im gelände habe
    2. NATÜRLICH im gelände, wo sonst...
    3.deeeer ist gut gefüllt und ich kann immerzu einen neuen kolben usw. bezahlen
    4.die sind gut, ich könnte ohne probleme mal den kolben wechseln damit ich nicht alle 2 wochen zum händler rennen muss...

    :winking_face:

  • Hi Tom
    Ein gut gemeinter Rat: lass es!

    Sportenduros können zwar sicher auch mal ein bisschen Strasse fahren (ein Sportmotorrad kann auch mal ein schön geschottertes Strässchen fahren), aber 50:50 ist einfach zu viel. Das ist selbst für eine strassenlastige Suzuki DRZ 400-S oder eben eine 450er Yamaha WR zu viel - und das sind Maschinen welche echt viel mitmachen.

    Kommt natürlich auch darauf an wie viele Kilometer Du pro Jahr so gedenkst zu fahren. Wenn Du (wie ich) mit unter 500 Kilometer pro Jahr rechnest, dann wäre 50:50 vielleicht gerade noch zumutbar, bei mehr Kilometern nicht mehr. Die Lebensdauer von solchen Sportmotoren liegen je nach Einsatz und fahrweise zwischen 2'500 und 10'000 Kilometer bis die komplett Schrott sind (wie gesagt: wichtiger wäre die Betriebszeit - eine MXC 525 braucht beispielsweise gemäss Werkstatthandbuch alle 80 Betriebsstunden eine Motor-Revision und eine CRF 450 alle 25 Betriebsstunden einen neuen Kolben).

    Ausser Du fährst also richtig Enduro (mit Auto/Hänger ins Ausland und dort Rennen) oder Du wohnst gerade neben einem Crossgelände, dann vergiss das einfach.

    Einzig die EXC 200/250 2-T Modelle könnten da noch einigermassen mitmachen - und dies auch nur weil die Wartung weit günstiger und selber zu erledigen ist. Jährlich mal einen neuen Kolben rein und alle paar Tage mal einen Ölwechsel und natürlich je nach Temperatur neu Bedüsen, dann läuft so ne Karre beinahe ewig. Die 4-T sind da einfach sehr viel heikler, sind extrem mühsam mit den Ventilen, brauchen Spezialwerkzeug und nehmen es extrem übel wenn man die Servicezeiten überzieht oder den Motor nicht extrem vorsichtig warmfährt.

    Wenn Dir die 400er gefällt, dann kauf Sie. Aber sei Dir einfach bewusst: GELÄNDEFAHREN IN DER SCHWEIZ LIEGT NICHT DRIN. Egal ob Wald oder Schotterstrasse, die Naturschutz-Vorschriften, die Alpen-Initiative und die sonstigen CH-Normen VERBIETEN Geländeeinsätze.

    Also bleiben noch öffentlich zu befahrende Schotterstrassen (nur wenige, aber die gibt es) - die machen aber mit einer lc4, XR650 oder ähnlichen Maschinen mehr Spass. Zudem sind die Serviceintervalle bei der Lc4 bei 5000 Kilometer (nochmal: statt 500!), die Lc4 hat eine echte Strassenzulassung, 2-Personenbetrieb ist möglich, Gepäck ist problemlos und der Motor macht von Wettbewerb über Reise bis zu Autobahn auch alles mit.

    Wenn Dein Händler aller ernstes erzählt die EXC sei eine alltagstaugliche Enduro, dann würd ich mir sofort einen anderen Händler suchen.

    Und: Eine EXC ohne anständige Stollenreifen (willst ja "Alltagsbereifung" haben) ist etwa wie wenn Schumacher sich einen ganz normalen 190er Pirelli-Schlappen für seinen F1 holen will um damit auch mal in die Stadt zu fahren und sagt das man dort die ultrabreiten Rennreifen ja nicht brauchen würde :))

    Noch mal fürs mitlesen:
    Enduro kann man in der Schweiz nicht fahren
    Es gibt auch in D und A keine permanenten Endurostrecken
    Enduros sind nicht geeignet für Cross-Einsatz
    Enduros sind nicht geeignet für Strassenfahrten
    In F und I wird Enduro immer mehr reglementiert, ebenso in Spanien (EU-Reglementation)

    Die CH-Enduromeisterschaft wird in Frankreich gefahren, noch problemlos ist Enduro auch in Nordafrika, in Ungarn und Tschechien (am Pannonia-Ring gibt es eine offizielle Endurostrecke).

    Ausser die deutschen IGE-Läufe und eine handvoll Privater Enduroläufe (z.B. SÜMA-Cup) braucht man überall eine (teure) Lizenz. Und mit Sportmotorrädern wie der EXC musst Du in der Profiklasse fahren oder auf eine Platzierung verzichten bei den Amateuren (die EXC ist keine "Serien-Enduro" sondern Wettkampfmaschine).

    Also: wer nicht Sportfahrer ist oder entsprechende Transportmittel zu den Orten zur Verfügung hat, der kann seine Sportenduro hierzulande nicht brauchen! Gerade deshalb gibt es ja Maschinen wie die Lc4 oder BMW F650 welche offiziell mit Strassenzulassung zu kaufen sind - und dafür gemacht wurden alles zu fahren (dafür eben auch schwerer gebaut wurden und beispielsweise Ruckdämpfer am Hinterrad haben damit die Getriebe Strassenfahrten überleben). Hondas XR650 könnte das zwar auch, wird aber nur mit 17PS ausgeliefert. Wer damit offen fährt, ist illegal unterwegs und hat Dauerstress mit Gesetzeshütern (mal abgesehen vom Ärger bei einem Unfall mit der Versicherung).

    Eine Sportenduro ist nicht einfach eine "kleinere" Version von diesen Alltagsenduros, sondern sind reine Sportgeräte (Zulassung nur weil bei Endurorennen auch mal kleine Verbindungetappen auf öffentlcihen Strassen gefahren werden müssen bzw. beim Endurowandern eine Zulassung sein muss). Das Mini-Gewicht, die hohe Leistung, die kurzen Serviceintervalle, die kleinen Tanks (Reichweite ca. 100 Km) und die kurzen Übersetzungen fürs Gelände sowie fehlende Garantie seitens der Hersteller sind nicht Alltagstauglich - und für den Alltag ist eine Sportenduro genau so wenig gebaut wie eben Schumis Formel 1 oder Rossis Wettkampf-Honda. Die Geräte der Fahrer an der Enduro-WM sind denn nur in ganz wenigen Kleinigkeiten anders als die käuflichen Varianten. KTM EXC = Racing only!

    So, das wars von meiner Seite. Kann nur empfehlen auf Endurospezialisten zu hören (auch die Lc4 ist nicht wirklich 100% Alltagstauglich, das kann eine F650GS oder eine 660er XT von Yamaha besser - mit Abstrichen im extremen Gelände) und dich nicht durch die einfach zu fahrenden Maschinen blenden zu lassen.

    Eine der Strassenlastigsten Maschinen in der 400er Klasse überhaupt ist die DRZ400S von Suzuki. Auch da scheint mir 50:50 schon übertrieben, aber Infos von Leuten welche das Teil fahren gibt es hier: http://www.drz400s.de/forum/ - zudem hat das Ding Wartungsintervalle von bis zu 6000 Kilometer im gemischten Geländetouren-Betrieb.

    Marc
    P.S.: Suzuki Schweiz weiss auch was sie verkaufen - und die DRZ-S wird JEDEM dort wärmstens ans Herz gelegt. Die DRZ-E (Sportversion) ist nur mit 17PS zu haben und hat durch den stärkeren Motor und die dadurch extremere Belasung und Fahrweise auch Serviceintervalle zwischen 500-1000 Kilometer.

    Wenn Du sicher sein willst von der Wartung her: schnell mal ne Komplett-Zerlegung des Motors, alle Lager und Spiele prüfen (gemäss Werkstatthandbuch und Verschleissgrenzen). Wer das nicht kann, sollte zumindest ein Budget haben welches problemlose Wartung vom Händler ermöglicht - oder auf eine EXC verzichten.

  • was er sagen will Kauf dir ne LC4 600 aufwärts.. keine SMC version...
    sondern was wo leistung und haltbarkeit im gleichgewicht sind... :winking_face:

    und immer schöön warmfahren.. aber das gilt für alle 4 takter auch 2 takter... aber 4rer sind heikler..
    und den service nicht verpenn :winking_face:

    gruss RaV.. :smiling_face:

  • Vielen Dank Yam660 für deinen ausführlichen Bericht.
    Nun du hast mich schon wieder etwas auf den Boden geholt. (leider)

    Mir hat einfach der prachiale Sound, Kraft und Desing gefallen. Ich habe mir auch schon überlegt ob ich meine 125 Suzuki behalten soll und den Enduro wircklich nur für ins Gelände brauchen soll. (jetzt stellt sich die Frage ist es das Wert so viel Geld zu investieren?)

    Was das Enduro fahren angeht, in meiner nähe gibt es einen Club der regelmässig Trainings und Rennen durchführt auf eigen Land da die meisten Landwirte sind usw. eine Gelegenheit werde ich woll haben.

    Aber was mich noch interessiert sind die Wartungen die Ihr da angesprochen habt. Die würden sich dann ja locker auf 1000 - 2000 Franken pro Jahr belaufen wenn gröbere Sachen am Motor nicht selber erledigt werden können?!?!?

  • kolbenwechsel und alles drum herum (dichtungen etc.) kosten beim dealer schon einiges, wieviel kommt immer drauf an, die kennen ja nicht so einheitspreise und kosten mal mehr, mal weniger, grad nach lust und laune. aber ich denk das wird dich schon mindestens 500.- franken kosten...

  • Zitat

    was er sagen will Kauf dir ne LC4 600 aufwärts.. keine SMC version...
    sondern was wo leistung und haltbarkeit im gleichgewicht sind...

    @ ravi
    hey hey, was heisst denn das :motz:? mini 660er isch e normali LC4 mit grossem ölchreislauf. isch wahrschiinli haltbarer wie mängs anders (dini zum biischpiil :winking_face: ), und wemmer e chli dezue luegt...

    vo de SMS oder de MXC würd ich d'finger loh, dafsch aber eh ned uf d'stross demit.

    aber ich würd dir, tom, au zunere LC4 rate. oder e yamaha wr.

    Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch...

  • dini isch für Super Moto Race gmacht mini zum enduroreise fahre :smiling_face:

    was choschte agat... wennt nöd am race bisch wie en blööde und service machsch gaats noo...

    so 50-100im monet durchschnittlich... wens ganz jahr dure fahrsch..

    s tüüürschte drah sind d reife.. hebet je nach fahrwis und reive vo 1500-5000km maximal.. durchschnitt isch so 2500km
    mit schttassereife und KTM fahrwiis :winking_face:
    macht jedesmal je nach rabatt und reife so 3-500sfr :winking_face:


    uuhuuu :face_with_tongue:

  • Hi
    Zum Preis der Wartung kann ich (noch) nichts sagen, da ich ja meine Karre erst gerade habe. Mache nur Ölwechsel selber, alles andere macht der Mech - das ist teuer!

    Kann nur weitergeben was ein Kollege und Endurofahrer gesagt hat: Komplettbudget pro Jahr für seine WR450 (eingerechnet Service, Transport, Lizenzen, Einschreibegbühren, jedoch ohne Sturzteile): rund 25'000.--. Davon ein grosser Teil Kosten für die Anfahrt und Serviceteam, natürlich auch die Unterkunft.

    Reifen werden bei jedem Einsatz neue aufgezogen. D.h. 10 Rennen pro Jahr (davon eine bis zwei Wüstenrallyes mit je mindestens 2 Sätzen). Pro Satz bezahlt man rund 300.--, der Michelin Desert ist unglaublich teuer und je nach Wetter und Untergrund zieht man bei Endurorennen Spezialreifen für Schotter, Matsch oder Stein auf), macht also schon mal mindestens 3'000.-- nur für die Reifen. Dann wird mit Mousse gefahren (halten 6 Monate), die kosten inklusive Montage auch ein halbes Vermögen.

    Einschreibebegühren für die Rallyes belaufen sich inklusive Transport bei etwa 3'500.-- pro Rennen, zudem kommen ab und zu neue Plastiks ran und die Felgen halten auch nicht ewig. Spätestens wer international dabe sein will, der zahlt richtig Kohle, dann wird die Mühle per Flugzeug transportiert. Im Vergleich zu Strassenrennsport allerdings immer noch Schnäppchenpreise, da kostet einmal hinfallen fast das selbe wie eine Saison Endurofahren.

    Aber wieder zurück zu etwas durchschnittlicheren Einsätzen: Meine Lc4 (640 Sixdays, umgebaut für Rallyes) hat pro Jahr zwischen 4-6000 Kilometer gemacht. Dies vor allem im REISEEINSATZ. D.h. 2 Sätze Reifen pro Jahr, fürs Endurowandern im Schlamm auch mal einen dritten (der Desert ist auf Nässe unfahrbar). Pro Jahr einen Kettensatz (wird in der Wüste "trocken" gefahren und Ersatz gibt es in Afrika nicht, also lieber vorher wechseln) und ebenfalls pro Jahr ein grosser Service vom Mechaniker. Selber habe ich nie was an der Maschine gemacht ausser Luftfilter reinigen und wechseln, die Schrauben kontrollieren und Reifen aufziehen. Insgesamt also eine echt problemlose Maschine welche auf schweizer Strassen ebenso Spass macht wie in Griechenland auf Schotter oder in Tunesien im Sand. Kosten pro Service beliefen sich so um die 600 Franken weil meist noch das eine oder andere Kleinteil mitgewechselt wurde. Kettensatz kostet rund 200.--, Selbstmontage ist dort möglich. Bei mir hat die Original-Tachowelle im Schnitt keine 100 Kilometer gehalten, mittlerweile werden meines wissens nur noch elektronische Tachos verwendet. Für den Reiseeinsatz ist die KTM Adventure klar vorzuziehen. Zwar etwas schwerer durch den grossen Tank, aber der Windschutz und die Ausstattung sind fürs Reisen sensationell. Leider wird neu vorne eine Doppelscheibe verbaut, gut für die Strasse, dafür schwerer und mühsamer und teurer im Offroad-Betrieb.

    KTM's sind im Service recht teuer, da die Ventile schwer zu erreichen sind. Vorteil allerdings für die Ersatzteilpreise, die sind zwar auch teuer - aber immer noch fair im Vergleich zu anderen (z.B. eine Kühlerhälfte für meine WR: 850.--).

    Wenn Du nicht dauernd hartes Gelände fahren willst/musst, dann fahr mal eine GS650 Dakar. War echt erstaunt was das Teil einsteckt - die Karre ist überall durchgekommen wo ich mit der WR gefahren bin. Allerdings war der Fahrer auch echt gut und nicht so ein Anfänger wie ich :baby:

    Marc

    noch eine Empfehlung am Schluss damit Du nicht wieder ganz vorne anfangen musst: Kauf Dir eine Reisemaschine (Adventure hat schon den grossen Tank, problemlos nachzurüsten bei der XR650 - und wenn 300 Kilometer Autonomie reicht ist die GS650 Dakar eine gute Wahl - vielelicht sogar die neue 660er XT? oder fürs Budget eine ältere XT/TT?) und dazu für's krasse Gelände eine leicht 2-T Fräse wie die EXC 200/250. Einfach, günstig, stark und problemlos - aber eben mit gegen 0 tendierenden Strassenfähigkeiten.