Wenn der "Lärmblitzer" zuschlägt :(

  • Mir hat ein Polizist auf der Feierabendrunde auch schon mit "vermeidbare Fahrt" über die Buchenegg gedroht, aber das hat er dann wohl wieder vergessen.

    Da sprichst du das Dilemma schlechthin an, in dem wir alle stecken - egal, ob wir mit dem Motorrad oder dem Auto unterwegs sind. Mich nähme echt wunder, wie viele Fahrten wirklich vermeidbar sind. Ich spreche nicht von der Fahrt zur Arbeit oder um einkaufen zu gehen. Ich spreche von jenen Fahrten, die einzig der Belustigung des Individuums oder einer Gruppe dienen.

    Falls dazu jemand eine Quelle nennen könnte, die das beleuchtet, so wär ich dankbar.

    Firmware Update 2.5 :emojiSmiley-41:

  • Mich nähme echt wunder, wie viele Fahrten wirklich vermeidbar sind. Ich spreche nicht von der Fahrt zur Arbeit oder um einkaufen zu gehen. Ich spreche von jenen Fahrten, die einzig der Belustigung des Individuums oder einer Gruppe dienen.


    Was ist mit der Fahrt, die dorthin führt, wo man einzig und allein zur Belustigung des Individuums oder der Gruppe hingeht? Ist die vermeidbar? Wenn ja, würde ich auf mindestens 50% vermeidbaren Fahrten tippen.

    Wenn nein, dann wohl 5-10% . Aber diese halt alle auf den gleichen (strassentechnisch attraktiven) Strecken zu Zeiten bei gutem Wetter ausserhalb häufigster Arbeitszeiten, und genau dort und dann haste halt 1000-5000% mehr Verkehr als sonst, das ist ja die Krux.


    Wenn alles ausser notwendige (im Sinne eines Lockdowns) Fahrten als vermeidbar gilt, dann

    sagt die erste Quelle nach google:

    Zitat


    Die Pandemie aufgrund des Sars-CoV-2 Virus hat zu einer Verringerung grosser Teile des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens geführt. Seit dem ‘lockdown’, den der Bundesrat mit der ausserordentlichen Lage verordnet hat, hat sich das Verkehrsaufkommen im Kanton Zürich um rund 20 bis 50 % reduziert In den darauffolgenden schrittweisen Lockerungsphasen stieg das Verkehrsaufkommen langsam wieder auf das Normalniveau.

    Also wohl eher 60-70% vermeidbar, weil sicher viele diese Lockdownregeln nicht sehr ernst genommen haben, und gerade Motorradfahrer ihr Hobby als ansteckungstechnisch unkritisch sehen.

    Du siehst, du müsstest viel viel konkreter definieren, was vermeidbar ist, um ne belastbare Zahl rauszubekommen.

    Einer ist immer schneller - zum Beispiel ich :winking_face:
    Quod gratis asseritur, gratis negatur

    5 Mal editiert, zuletzt von Boo (15. Februar 2022 12:49)

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  • Warum soll der 125er mit Vollgas lauter bei 80km/h unterwegs sein dürfen als der R1 Fahrer? Weil der R1 Fahrer leiser könnte? Der 125er könnte ja dann auch mit 60 drüber um etwas leiser zu sein...

    Boo, sag mir einfach wenn Du wiedermal ein Päuselchen auf dem Bänkli machst und ich fahre zuerst mit dem einen und dann mit dem anderen Vorbei und Du misst mit dem Smartphone: http://www.laerm.ch/de/laerm-und-r…-apps/apps.html

    PS: Ich bin ein DUMMSCHWÄTZER !!!

  • Boo, sag mir einfach wenn Du wiedermal ein Päuselchen auf dem Bänkli machst und ich fahre zuerst mit dem einen und dann mit dem anderen Vorbei und Du misst mit dem Smartphone: http://www.laerm.ch/de/laerm-und-r…-apps/apps.html

    Nicht nötig, ich hab ein geeichtes dB Messgerät 😁.

    Einer ist immer schneller - zum Beispiel ich :winking_face:
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  • Etwas zu vermeidbar: Menschen leben nun mal nicht nur, um sich zu vermehren. Sie kennen auch Glück, Zufriedenheit, Vergnügen und Erfüllung. Wenn wir auf dem Weg zur Erreichung dieser Ziele auch Motorrad fahren, ist es nicht überflüssig (ob ein Verzicht aufgrund anderer wichtiger Ziele zumutbar ist, ist eine andere Sache aber es ist für den Motorradfahrer unvermeidlich, zu fahren). Oder wie heisst es andernorts: "... das allgemeine Wohl zu fördern und das Glück der Freiheit uns selbst und unseren Nachkommen zu bewahren ..."

    Wer glaubt, dass ich etwas von dem verstehe, worüber ich geschrieben habe, ist selber schuld. :wseufzer:

    http://www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=bZ0SRgh3X9Q

    Für die Betroffenheitsmimosen: Ich äussere hier nur meine Meinung und möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich irgend jemanden den Ruf, ein ehrbarer Mensch zu sein, d.h. sich so zu benehmen, wie nach allgemeiner Anschauung ein charakterlich anständiger Mensch sich zu verhalten pflegt, absprechen möchte.

  • Danke für deinen Input, Boo!

    Folgendes Gedankenexperiment:

    Wie weit muss ein Individuum "zurückstecken", um die eigene Mobilität in Summe auf ein von der Gesellschaft "akzeptables" Niveau zu bringen?

    Dabei darf man nicht auf die Werte während der Pandemie zurückgreifen. Diese Werte wiederspiegeln nur einen gewissen Zeitraum, der zudem für eine "übliche" Mobilität nicht aussagekräftig ist, da die Rahmenbedingungen schlecht waren und/oder sie es noch immer sind. Daher würde ich auf die Anzahl der Fahrten vor der Pandemie setzen, denn die bilden die langfristige Realität besser ab. Das Verkehrsaufkommen wird sich nach Covid wieder auf einem hohen Niveau einpendeln.

    Meiner Meinung nach müssten alle Fahrten und Flüge, die nicht ausschliesslich dem Lebensunterhalt dienen, als vermeidbar taxiert werden. Dabei spielt es keine Rolle, mit welchen Verkehrsmittel diese Fahrten zurückgelegt werden. Per vorangegangener Definition, wären somit folgende Beispiel-Fahrten vemeidbar:

    • Die Fahrt mit dem Zug nach Lenzerheide, um dort mit dem MTB in der Gondel hochzufahren um dann im Anschluss den Trail runterbrettern zu können.
    • Flüge, die weder dem Transport von Gütern noch in Not geratene Personen beinhalten.
    • Auch unsere letzte gemeinsame Ausfahrt mit dem Motorrad - die ich übrigens in guter Erinnerung habe - wäre per Definition vermeidbar.
    • Fahrten aller Couleur zur eigenen und zur Belustigung dritter.
    • Fahrten zwecks Besuch von Verwandten oder Freunden. (Da bin ich mir nicht sicher, ob diese Fahrt vermeidbar wäre.)

    Ich bin mir bewusst, dass das einschneidend wäre, oder besser gesagt: ein unrealisisches Szenario.

    Um wieder auf den Kern des Threads, nämlich des Lärmblitzers zurückzukehren, die Frage in die Runde: Was wäre Nötig, um das Thema Lärm vom Tisch zu kriegen? Sodass alle ungestört ihrem Hobby fröhnen können? Wir auf unseren Mopetten und die Anwohner auf dem Liegestuhl?

    Firmware Update 2.5 :emojiSmiley-41:

  • Um wieder auf den Kern des Threads, nämlich des Lärmblitzers zurückzukehren, die Frage in die Runde: Was wäre Nötig, um das Thema Lärm vom Tisch zu kriegen? Sodass alle ungestört ihrem Hobby fröhnen können? Wir auf unseren Mopetten und die Anwohner auf dem Liegestuhl?

    Das kriegst vermutlich nie mehr vom Tisch. Dumm Rummotzen und gegen alles zu sein, was nicht dem eigenen "Richtigkeitsgefühl" entspricht, ist ein weitvertreitetes Hobby. Siehe nur schon Zertifikat und Impfen (und jetzt bitte kein Covid-19-Geschwätz). Warum soll es den Motorradfahrern besser gehen als den Kühen (keine Kuhglocken mehr) oder den Kirchen (kein Läuten mehr)?

    Wer glaubt, dass ich etwas von dem verstehe, worüber ich geschrieben habe, ist selber schuld. :wseufzer:

    http://www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=bZ0SRgh3X9Q

    Für die Betroffenheitsmimosen: Ich äussere hier nur meine Meinung und möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich irgend jemanden den Ruf, ein ehrbarer Mensch zu sein, d.h. sich so zu benehmen, wie nach allgemeiner Anschauung ein charakterlich anständiger Mensch sich zu verhalten pflegt, absprechen möchte.

  • dass die Lärmdebatte ein eher "jüngeres" Phänomen ist. Zumindest habe ich sie früher nie so wahrgenommen.

    Wenn man rein statistisch die Zulassungszahlen für Motorräder zwischen ~1990 (etwa. 200 Tausend) und 2020 (etwa 800 Tausend) vergleicht, sieht man die frische der Debatte.

    Bei einer identischen Verteilung wären das knapp 4-Mal so viele Motorräder auf den Strassen wie vor 30 Jahren.

    Gesetze rückwirkend zu erstellen sollte aber auch nicht die Norm werden. Seit 2017 gelten 77dB als Grenze für neu zugelassene Modelle und wenn man in Betracht zieht wie viel weniger lang das Leben eines Motorrads im Vergleich zum Auto ist, kann man ja erwarten, dass in 10 Jahren die Lärmbelastung erheblich zurückgeht. Die Massnahmen wurden bereits durchgesetzt, es bleibt nur noch abzuwarten bis der Vekehr sich an sie anpasst.

    Meine R1 von 2021 hat 98DB!?

  • Wie weit muss ein Individuum "zurückstecken", um die eigene Mobilität in Summe auf ein von der Gesellschaft "akzeptables" Niveau zu bringen?

    Dabei darf man nicht auf die Werte während der Pandemie zurückgreifen. Diese Werte wiederspiegeln nur einen gewissen Zeitraum, der zudem für eine "übliche" Mobilität nicht aussagekräftig ist, da die Rahmenbedingungen schlecht waren und/oder sie es noch immer sind. Daher würde ich auf die Anzahl der Fahrten vor der Pandemie setzen, denn die bilden die langfristige Realität besser ab. Das Verkehrsaufkommen wird sich nach Covid wieder auf einem hohen Niveau einpendeln.

    Per vorangegangener Definition, wären somit folgende Beispiel-Fahrten vemeidbar:

    • Die Fahrt mit dem Zug nach Lenzerheide, um dort mit dem MTB in der Gondel hochzufahren um dann im Anschluss den Trail runterbrettern zu können.
    • Flüge, die weder dem Transport von Gütern noch in Not geratene Personen beinhalten.
    • Auch unsere letzte gemeinsame Ausfahrt mit dem Motorrad - die ich übrigens in guter Erinnerung habe - wäre per Definition vermeidbar.
    • Fahrten aller Couleur zur eigenen und zur Belustigung dritter.
    • Fahrten zwecks Besuch von Verwandten oder Freunden. (Da bin ich mir nicht sicher, ob diese Fahrt vermeidbar wäre.)


    Auch hier (abgesehen davon, dass es nicht realistisch ist), vermeidbar ist immer noch ein subjektives, interpretierbares Wort.

    Was, wenn jemand mit dem Auto einkaufen/arbeiten geht, obwohl man mit dem Velo gehen könnte? Muss es das Produkt vom Laden 10km weiter sein oder ginge nicht auch das teurere, das dafür nur 200m von der Wohnung weg ist? Die Grenze kann man leider beliebig verschieben. Variabel sind zeitlicher, finanzieller, körperlicher, psychischer Aufwand u.v.m.

    Zu sagen , fahren nur um gefahren zu sein sei unnötig/vermeidbar, ist eine in meinen Augen eindeutig zu willkürliche Festlegung ohne ausreichende Begründung.

    Ich persönlich finde schräglagenoptimierende Hin- und Herfahren an bewohnten Strecken zum Beispiel strafwürdig. Ist aber genauso eine willkürliche Grenze.

    Natürlich muss man das Lärmproblem irgendwie angehen, die Bewohner wollen ja auch gerne genau dann, wenn das Wetter schön ist und sie nicht arbeiten müssen, draussen auf der Terasse ihren Kaffee geniessen oder im Garten die Vögel zwitschern hören. Da besteht nunmal ein unausweichlicher Interessenskonflikt, weil beide Parteien gleichzeitig und gleichörtlich ihr Recht auf ihre persönliche Verwirklichung geniessen wollen. Der eine in Ruhe, der andere unter Motorengeräuschen. Der Anwohner ist dabei schon stark eingeschränkt und wird es mit zunehmendem Verkehr immer mehr, darum ist es eigentlich nicht unfair, wenn auch die Freizeitfahrer etwas mehr eingeschränkt werden. Aber eben, bitte in einem vernünftigen, durchdachten Rahmen. Das ist leider eine äusserst schwierige Aufgabe, ich hätte da auch nicht viele direkt umsetzbare Lösungsvorschläge.

    Und doch, ich finde den Lockdown perfekt geeignet, um einen Vergleich zu ziehen, weil während dieser Zeit ja eben genau verordnet worde, jegliche "vermeidbare" Fahrt zu vermeiden (was die Schweizer Lämmchen grösstenteils auch getan haben), und die Reduktion des Verkehrs in dieser Zeit ohne vermeidmaren Verkehr, verglichen mit Werten vor dem Lockdown mit vermeidmarem Verkehr, wurde effektiv gemessen während mehrerer Monate. Warum findest du das unpassend? Eine realistischere Schätzung anhand konkreter Messwerte wirst du nie erreichen denk ich mal. Sonst kannst du dich nur auf Umfragewerte - und die beruhen auf persönlichen Schätzungen (arrrgh!) - zurückgreifen.

    Und nein, es geht nicht darum, bei der Mobilität zurückzustecken, sondern beim Lärm. Grosser Unterschied.

    Ich denke mal Elektromotorräder sind auch bei ner Durchfahrt bei 80km/h deutlich leiser als ein Benziner. Da hätte man also einen Ansatz.

    Der zweite Ansatz geht natürlich in Richtung Sensibilisierung, aber scheinbar fruchte der seiz zig Jahren kein Stück, zumindest nicht da, wo es am nötigsten wäre. Und den personellen Aufwand will man auch nicht betreiben, was ich sehr schade finde. Ein paar Parkbussen weniger verteilen, dafür häufigere Kontrollen an neuralgischen Stellen, also ich würde diesen Abtausch gerne eingehen. Zum Beispiel...

    Einer ist immer schneller - zum Beispiel ich :winking_face:
    Quod gratis asseritur, gratis negatur

  • Meine R1 von 2021 hat 98DB!?

    Der Schwanzvergleichswert im Stand ist nicht relevant und auch nicht reglementiert..

    Schwanzvergleichswert!? Ernsthaft? Wir reden schon über genitale Vergleichswerte? Unter Motorradfahrern? Aus der Vogelperspektive, haben wir ALLE schon verloren. Wenigstens habe ich Euro 5, und Du!?

  • Der Schwanzvergleichswert im Stand ist nicht relevant und auch nicht reglementiert..

    Schwanzvergleichswert!? Ernsthaft? Wir reden schon über genitale Vergleichswerte? Unter Motorradfahrern? Aus der Vogelperspektive, haben wir ALLE schon verloren. Wenigstens habe ich Euro 5, und Du!?

    Wie kannst Euro 5 haben und 95db? voraussetzung für euro 5 sind 75db :thinking_face:

  • Schwanzvergleichswert!? Ernsthaft? Wir reden schon über genitale Vergleichswerte? Unter Motorradfahrern? Aus der Vogelperspektive, haben wir ALLE schon verloren. Wenigstens habe ich Euro 5, und Du!?

    Wie kannst Euro 5 haben und 95db? voraussetzung für euro 5 sind 75db :thinking_face:

    Weil das Standgeräusch nicht reglementiert ist, hat rebelfazer doch gesagt? Die 75db sind im der fahrt.

    Ausserdem ist meim Schwanz am grössten ich kann meine 2000er 1000ccm V2 so bewegen dass sich kein schwein nach mier umdreht trotz 96db. Ich bin der Grösste :toeff2:

    ins Ziel kommt nur wer langsam genug fährt um den Weg zu sehen :toeff2: