Aber wie gesagt ich hab weder Jura Studiert noch hab ich die nötige Kenntnis sowas zu beurteilen.
Ich zwar auch nicht, aber so viel ich mitbekommen habe, spielt vor allem die Gefährdung (Potentiel und Real) eine sehr wichtige Rolle bei der Festlegung der Strafe.
Wenn einer mit 60 mehr überland Fährt, dann geht davon doch eine sehr grosse Gefährdung für die anderen Verkehrsteilnehmer aus (die kinetische Energie bei einem Aufprall dürfte ausreichen, dass auch die Insassen des Vorausfahrenden Fahrzeuges mindestens ein Schleudertrauma oder Schlimmeres haben).
Wenn du den DB-Eater entfernst, ist das zwar ebenfalls illegal, jedoch ist die Gefährdung für die anderen Verkehrsteilnehmer / Anwohner jedoch geringer; es wird niemand direkt einen gesundheitlichen Schaden davonziehen, wenn du mit deinem zu lauten Motorrad an ihm vorbeifährst. Da müsste vermutlich ein Gericht darüber entscheiden, wie ausschlaggebend die Spätfolgen einer permanenten Lärmexposition sind und wie stark dabei der Anteil eines jeden einzelnen Fahrers anzusehen ist.
Daraus würde dann die Strafe resultieren.
Wieso jedoch die Fahrzeuge anschliessend mit wiedereingesetztem DB-Eater weiterfahren dürfen, verstehe ich auch nicht. Hier wird ja klar Vorsätzlich gehandelt; ich entnehme selten unwissentlich und ohne jegliche Absicht den DB-Eater aus einem Auspuff, zumal dies ja bei den Euro4 Motorrädern durchaus auch mit einem relativ grossen Aufwand verbunden ist. Bin auch der Meinung, dass diese Fahrzeuge mindestens an Ort und Stelle stillgelegt und nur noch auf einem Hänger wegbewegt werden dürften. Mit Geldstrafen alleine erreicht man meiner Meinung nach zu wenig.
Strafen müssen für den Betroffenen Aufwändig und Einschneidend sein. Wenn also einer vom Susten sein Bike irgendwo nach Bern oder Basel abschleppen muss, dann einen Mech den DB-Eater wieder einschweissen lassen und anschliessend bei der MFK vorführen müsste, dann dauert das zum einen mal einige Tage, wo der Betroffene nicht Motorradfahren kann; und zum Anderen entstehen dadurch auch Kosten =