Donnas Selbshilfegruppe "Seelisches Ungleichgewicht in Folge gelöschter Forumsbeiträge. Wie weiter?"

  • "Eigene Sichtweise" scheint der Ausdruck vom Sonntag zu sein.

    Jemandes andere Sichtweise zu bekunden macht übrigends ohne Begründung die eigene nicht wahrer, richtiger oder sonst wie besser als die andere. Der Fehler muss ja nicht automatisch beim anderen liegen. Selbst wenn man von der Mehrheit ausgeht, ist dies noch kein Indiz dafür. Selbst ethische Überlegungen sind meist vom Kulturkreis geprägt.

    Also was zum Henker will man mir damit sagen ausser das man anders denkt und weshalb soll dieses feststellen meiner der eigenen Meinung abweichender Ansicht Menschen, die durch löschen von Forumsbeiträgen leiden, helfen. Vermittle ich den Eindruck dass alle so denken wie ich und es mir gesagt werden muss das andere Menwschen anders denken? Wahrscheinlich...

    Also wenn ihr schon helfen wollt, was ja löblich ist, dann doch bitte so das die Betroffenen auch wissen was zum Geier ihr damit meint. Sind ja nicht alle so medial veranlagt dass sie Gedankenlesen können und daher wissen weshalb euer Standpunt vertretbarer ist. Bin ich der einzigste dem dieses Unvermögen auffällt oder ist das nur meine eigene Sichtweise und die Realität sieht ganz anders aus?

    Darf ich anhand der Weltbevölkerung davon ausgehen dass es mindestens vier und maximal neun verschiedene Sichtweisen gibt? Denn wenn das so ist, gibts zu meiner Beruhigung noch andere die das so ählich oder gleich sehen. Und dann bin ich ja gar nicht so komisch dass ich eine eigene Sichtweise habe.

  • @Roland du sprichst mir aus der Seele

    viel zu vielen Leuten ist in der heutigen Gesellschaft nur noch wichtig, eine eigene Meinung zu haben und der Höflichkeit halber den anderen ihre Meinung zu lassen. Dass ein Meinungsaustausch dazu dienen könnte, eine gemeinsame vernünftigere Meinung daraus zu bilden oder gar zu erkennen, dass die eine Meinung „besser“ ist und die andere daher geändert werden sollte (egal ob das jetzt „deine“ oder „meine“ ist), daran denken viele gar nicht erst. Je wichtiger das Thema, desto ausgeprägter dieses Phänomen. „Agree to disagree“ ist ja dann angenehmer, dann machen wir das eben so, Hauptsache alle fühlen sich glücklich und die Welt besteht aus Marshmallows...

    Viele Wege führen nach Rom. Aber nur einer am schnellsten, einer am kürzesten, einer am bequemsten. Wir als kommunikationsfähige Wesen sollten dies ausnutzen um den gemeinsamen besten Weg zu finden, und nicht jeden einzelnen sich auf dem Weg allein verirren zu lassen, nur um ihm seine Meinung nicht absprechen zu müssen.

    Einer ist immer schneller - zum Beispiel ich :winking_face:
    Quod gratis asseritur, gratis negatur

    Einmal editiert, zuletzt von Boo (3. Dezember 2019 11:55)